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Ehemaliger Fan-Kanal

„Achtung, Reichelt!“ – Ex-„Bild“-Chef startet YouTube-Show

So begrüßt Ex-"Bild"-Chef Julian Reichelt Zuschauer bei seinem YouTube-Kanal "Achtung, Reichelt!" – Foto: YouTube

Bisher tobte sich der ehemalige „Bild“-Chefredakteur Julian Reichelt vor allem bei Instagram und Twitter mit Meinungs-Videos aus. Jetzt hat er ein eigenes YouTube-Format gestartet: „Achtung, Reichelt!“ Dafür hat Reichelt kurzerhand einen bereits bestehenden „Fan Account“ übernommen.

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Achtung, Reichelt!“ ist der umgewidmete frühere YouTube-Kanal „Reichelt Ultras“. Auf dem Fan Account wurden bislang vor allem Handy-Videos von Julian Reichelt auf YouTube hochgeladen. In der Kanalbeschreibung von „Achtung, Reichelt!“ heit es nun: „Marc, Gründer der ‚Reichelt-Ultras‘, ist mittlerweile fest bei uns angedockt und wird den Channel auch künftig betreuen. Wir könnten uns zum Start keine bessere Person vorstellen, um die Community weiter aufzubauen.“ Man habe den bestehenden YouTube-Account genutzt, „weil sich mit den ‚Reichelt Ultras‘ ganz offensichtlich schon Menschen gefunden haben, die von dem, was wir tun, begeistert sind. Und wir wollen mit euch gemeinsam noch weiter wachsen“.

Bislang 21.100 Abonnenten

Der Kanal hat bislang 21.100 Abonnenten (Stand 5. Juli 2022). „Achtung, Reichelt!“ wird dabei als „Meinungs-Show“ beschrieben: „Wir wollen über das sprechen, was Menschen wirklich bewegt, ohne auf all das hineinzufallen, was Politiker uns erzählen, um ihre Agenda durchzusetzen. Wir sind der schärfste Widersacher von Spin, erdrückenden Narrativen, Ideologien, Bigotterie und Scheinheiligkeit in der Politik. Wir wollen furchtlos und respektlos über das sprechen, was in unserem Land passiert.“

In einem Trailer gibt es einen News-TV-typischen Vorspann zu setzen mit Julian Reichelt, der die Arme in Macher-Pose verschränkt. Im Impressum des Kanals ist seine Firma Rome Medien GmbH angegeben. Für Rome Medien hat Reichelt schon einige Mitarbeiter eingestellt, darunter auch ehemalige „Bild“-Kollegen (MEEDIA berichtete). Da Reichelt mit dem Büro von Rome Medien Untermieter einer Gesundheitsfirma ist, die dem IT-Milliardär Frank Gotthardt gehört, gab es in der Vergangenheit Spekulationen, die beiden könnten zusammenarbeiten. Gotthardt betreibt zwei regionale TV-Sender in Rheinland-Pfalz und er traf sich mit Reichelt in Koblenz zum Essen, wie „T-Online“ berichtet hatte. Offiziell verlautbart wurde in dieser Richtung aber noch nichts.

Im Podcast „Sodom & Corona“ erklärte Reichelt jüngst, dass der Name seines neuen Mediums etwas mit seinem Namen zu tun hätte und das lineares TV- nicht mehr die Zukunft sei. Kurz danach erblickte „Achtung, Reichelt!“ das Licht der Welt. Reichelt war als „Bild“-Chefredakteur entlassen worden, nachdem Vorwürfe des Machtmissbrauchs gegenüber Angestellten laut wurden und die „New York Times“ darüber groß berichtet hatte.

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