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Sonderpreis für "Logo"

Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für „Spiegel“-Reporter und Ost-West-TV

Christoph Reuter berichtet für den "Spiegel" aus der Ukraine – Foto: Spiegel

Die Wahl der Preisträger für den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis steht dieses Jahr stark im Zeichen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine. Die Auszeichnung geht zu gleichen Teilen an den „Spiegel“-Reporter Christoph Reuter und an die Redaktion von Ost-West-TV in Berlin.

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Reuter werde für seine „herausragenden Leistungen“ in der Berichterstattung über den Angriff auf die Ukraine geehrt. Ost-West-TV bekomme den Preis für den „mutigen Einsatz für die Information einer russischsprachigen Öffentlichkeit, die ihr Bild von den Ereignissen fast nur noch aus staatlich kontrollierten Medien beziehen kann“.

Der Sonderpreis geht an die Redaktion der Nachrichtensendung „Logo“ im Kinderkanal (KiKa), „besonders für ihre so achtsame wie ehrliche Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt in einer Sendung für Kinder“. Der Preis wird am 10. November in Hamburg verliehen. Der Hauptpreis ist insgesamt mit 5.000 Euro dotiert und wird entsprechend aufgeteilt. Der Sonderpreis ist mit 2.500 Euro dotiert.

„Wegweisend in einer multimedial verschmelzenden Kommunikationswelt“

„Die Art, in der Christoph Reuter nun Print und Podcasts, Online-Videos und TV-Dokumentationen, TV-Interviews und Auftritte als Talkshow-Gast in seiner Arbeit verbindet, ist als Antwort in einer multimedial verschmelzenden Kommunikationswelt zu sehen und wegweisend“, lobte die Jury. „In der aktuellen Ukraine-Berichterstattung wurden Reuters Beiträge auf allen Kanälen essenziell für Deutschlands Bild vom Krieg. Sie wirken prägend, weil sie von Anfang an von höchster Glaubwürdigkeit waren.“

Zu dem Berliner Sender hieß es: „Seit dem 24. Februar bietet Ost-West-TV eine Zuflucht für bedrohte Journalistinnen und Journalisten aus Russland und aus der Ukraine. Es ist der letzte unabhängige Sender in russischer Sprache in Europa. So gelingt der Redaktion – mit einem denkbar kleinen Stab von 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – etwas Unverzichtbares in Zeiten des Krieges: unabhängige, den Tatsachen verpflichtete Berichterstattung.“

Zu den bisherigen Gewinnern des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises zählen Petra Gerster, Anne Will, Maybrit Illner, Sandra Maischberger, Marietta Slomka, Oliver Welke und Claus Kleber. Der Preis trägt den Namen des im März 1995 gestorbenen Reporters und langjährigen „Tagesthemen“-Moderators Friedrichs, der dafür eintrat, dass Journalismus keine Ware wie jede andere werden dürfe.

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