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Cannes 2022

Pennys Weihnachtsfilm „Der Wunsch“ mit Grand Prix und drei goldenen Löwen ausgezeichnet

Das Serviceplan-Team hinter „Der Wunsch" mit dem frisch in Empfang genommenen Grand Prix in der Kategorie Film Craft – Foto: Serviceplan

Die Löwen in der Kategorie Craft haben ihre Besitzer gewechselt. Der große Gewinner in der Unterkategorie Film ist Serviceplan, die mit dem Penny-Weihnachtsfilm „Der Wunsch“ quasi einen Durchmarsch hinlegten.

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Das kann sich sehen lassen: In der Kategorie Film Craft ging der erste Grand Prix an Deutschland. Die großen Gewinner sind Serviceplan, die mit dem Penny-Weihnachtsfilm „Der Wunsch“ die begehrte höchste Auszeichnung für Regie in Empfang nehmen konnten. Dazu gesellten sich noch jeweils ein goldener Löwe für Script, Cinematography und Use of Licensed / Adapted Music.

Aber auch sonst können die deutschen Agenturen mit dem Abschneiden in dieser Kategorie mehr als zufrieden sein. Gold ging beispielsweise auch an Leo Burnett. Die Frankfurter bewiesen mit der Samsung-Kampagne „The Spider and the window“, dass sie Animation können. Für die Kampagne gab es obendrauf noch Silber für visuelle Effekte.

Jung von Matt hatte sich dagegen mit der Edeka-Kampagne „Super Marc“ wahrscheinlich mehr ausgerechnet. Einen bronzenen Löwen erhielten die Hamburger für die Nutzung von Originalmusik. Ebenfalls nur einmal Bronze ging an Antoni für den Mercedes-Benz-Case „Future 2021 – The Concept EQG“. Der Case „Immortal G-Class“, der ebenfalls auf der Shortlist zu finden und damit für einen Löwen nominiert war, ging dagegen leer aus.

Besser lief es dagegen für BBDO und deren Kunden WhatsApp. Der Spot „One“ konnte Silber für das Casting, Silber für Cinematography für sich reklamieren.

Flutwein holt Silber in Design

Ebenfalls gut lief es eigentlich auch für die Kampagne „#Flutwein – Unser schlimmster Jahrgang“ von SevenOne Ad Factory für den Verein Ahr, eine Weinregion braucht Hilfe für den Wiederaufbau konnte einen silbernen Löwen für Design „Driven Effectiveness“ in Empfang nehmen.

#Flutwein ist eine Initiative von „Klebers Küche und Garten“ und „Weingut Peter Kriechel“ sowie der SevenOne Entertainment Group, dem Außenwerber Wall und der Crowdfunding-Plattform startnext für den Spenden-Verein Ahr – A wineregion needs Help for Rebuilding.

In Industry Craft kam noch ein bronzener Löwe dazu. Der einzige Löwe in dieser Kategorie übrigens, der eine deutsche Arbeit verliehen wurde.

Ebenfalls Silber in der Kategorie Design „Digital Design“ ging an die Kampagne „Staybl“ von Havas für die Deutsche Parkinson Vereinigung. Die Kampagne hatte in der Kategorie „Health & Wellness“ bereits Gold und Silber gewonnen.

Serviceplan musste sich für die Aroya-Kampagne „Freedom Grams“ in „Design Healthcare“ dagegen mit Bronze begnügen. Aber immerhin, in den Kategorien „Health & Wellness“ und Industry Craft hatte es die Arbeit nur auf die Shortlist geschafft.

Freedom Grams ist eine Cannabismarke, die die Verbraucher darauf aufmerksam macht, dass immer noch Menschen im Gefängnis sitzen, die verurteilt wurden, weil sie Mengen mit sich führten, die sie heute legal kaufen können. Alle Erlöse finanzieren rechtliche Schritte, um die Inhaftierten aus den Gefängnissen zu holen.

Weniger erfolgreich lief es aus Deutscher Sicht auch in der Kategorie Design Craft. Lediglich zwei bronzene Löwen werden ihre Reise in die Bundesrepublik antreten. Einer geht nach Berlin zu Innocean Worldwide für die Kampagne „The Bookcase for Tolerance“ die die Agentur für das Anne Frank Haus umgesetzt hat. Hinzu kommt noch eine Shortlistplatzierung.

Der zweite bronzene Löwe geht einmal mehr nach München. Serviceplan punktete in der Unterkategorie Innovative Use of Technologie wie gefühlt jedes Jahr mit dem Kunden Dot Inc. Dieses Mal war es das Dot Pad. The first smart tactile graphics Display, das die Juroren ansprach. Die Arbeit hatte noch eine zweite Shortlistplatzierung in der Unterkategorie „New Realities“, die jedoch nicht in einem Löwen gipfelte.

Über eine Nominierung für einen Löwen, mithin einen Platz auf der Shortlist kamen auch Jung von Matt mit dem BMW Case „Joytopia“, Saatchi & Saatchi für die WWF-Kampagne „Non Fungible Animals“ sowie Heimat mit ihrer FDP-Kampagne „Die Parteiprogramm-Insta-Story“ nicht hinaus.

Entertainment ohne Deutschland

Komplett leer ginge die deutschen Agenturen in der Kategorie „Entertainment“ aus. Aber immerhin gab es eine Shortlistplatzierung für Jung von Matt und die Doc-Morris-Kampagne „Kettleball“.

Ebenso wie in Entertainment for Music, wo Ogilvy mit dem „Spotify Charthack“ für Universal Music als einzige Deutsche Agentur auf der Shortlist vertreten ist. Entertainment für Spot scheinen die hiesigen Agenturen aus Sicht der Juroren indes nicht zu beherrschen. Hier dominiert ganz klar Nike, die den Grand Prix für die NikeSync-Kampagne in Empfang nehmen konnten.

NikeSync ist eine digitale Plattform, die Frauen zeigt, wie sie die Kraft ihres Zyklus nutzen können, um ihr Training zu maximieren und ihre Energie zu optimieren.

Noch ist das Cannes Festival in vollem Gange. Und man kann gespannt sein, wie viele Löwen noch nach Deutschland gehen und für welche Kampagnen. Bislang ist es aber schon mal eine ganz gute Ausbeute. Vor allem in der Craft-Film-Kategorie. Immerhin hat Serviceplan es als erste deutsche Agentur geschafft, hier einen Grand Prix zu gewinnen. Ob die Arbeit am Ende auch die Königskategorie Film für sich beanspruchen kann, wird sich am Freitag zeigen, wenn die Gewinner bekanntgegeben werden.

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