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Gesellschafterversammlung

DPA plant neuen Newsroom in Berlin 

DPA-Zentralredaktion in Berlin – Foto: Imago

Die Nachrichtenagentur DPA hat im zweiten Corona-Pandemiejahr 2021 Umsatz und Gewinn erneut gesteigert und plant einen neuen Newsroom für die Berliner Zentralredaktion, so das Medienunternehmen. Die Räumlichkeiten werden 2023 bezogen, wie die DPA-Gruppe zu ihrer 73. Gesellschafterversammlung mitteilte.

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Die Kerngesellschaft Deutsche Presse-Agentur GmbH erzielte laut Unternehmensangaben 2021 einen Umsatz in Höhe von 101 Millionen Euro nach 93,9 Millionen Euro im Vorjahr 2020. Der Gewinn betrug zwei Millionen Euro (2020: 1,6 Millionen Euro). Auch bei der gesamten Unternehmensgruppe mit Töchtern und Beteiligungen stieg der Umsatz – von 143,9 Millionen Euro auf 156,8 Millionen Euro, wie es weiter hieß.

Einen wesentlichen Teil der Geschäftsentwicklung trugen die Tochterunternehmen bei. Den größten Beitrag steuerte die News Aktuell GmbH mit Dienstleistungen für PR und Kommunikation bei. Die Unternehmensgruppe nannte in dem Kontext auch die Digitaltochter DPA-Infocom GmbH und die Foto-Tochter DPA Picture Alliance GmbH.

DPA-Chefredakteur Sven Gösmann sagte über den neuen Newsroom: Der Ausbau multimedialer Dienste wie Audio und Video, die digitale Transformation aller Produktionsprozesse sowie die Schaffung eines inspirierenden und modernen Arbeitsumfelds für Journalistinnen und Journalisten stünden ganz oben auf der Agenda. „Der jetzt entstehende Newsroom ist unser Fundament für die kommenden Jahre, basierend auf unseren redaktionellen Leitlinien: offen für Veränderungen, nachhaltig arbeitend, vernetzt mit Kunden und immer mit dem Blick für Chancengerechtigkeit und Diversität.“ Man wolle einen der modernsten und funktionalsten Newsrooms weltweit bauen.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Es gab am Mittwoch auch Veränderungen im DPA-Aufsichtsrat. Nach Unternehmensangaben wurden Herbert Dachs (Medienholding Süd) und Frank Mahlberg (Axel Springer Auto Verlag) in das Gremium gewählt. Beide waren bisher kooptierte Mitglieder. ZDF-Chefredakteur Peter Frey, der im Herbst in den Ruhestand geht, ist aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Die künftige ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten wurde in das Gremium kooptiert – und trifft dort auf drei weitere Frauen. Zudem treten der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Valdo Lehari jr. („Reutlinger General-Anzeiger“), Joachim Knuth (NDR) und Holger Martens („Rheinpfalz“) eine weitere dreijährige Amtszeit an. Dem Gremium gehören 17 Mitglieder an, Vorsitzender ist der Geschäftsführer der Main-Post GmbH in Würzburg, David Brandstätter.

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