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Fragebogen

Der schönste Arbeitsweg der Welt

Was tun Branchenpersönlichkeiten eigentlich nach Feierabend? Wofür geben sie gerne Geld aus und sind sie für Netflix oder doch für Fitness? Wir haben bei Thomas Knüwer nachgefragt. Er ist Creative Managing Director bei Kolle Rebbe.

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Wie lange brauchen Sie vom Büro nach Hause?

Im Home Office arbeite ich im Keller – Hinweg zehn Sekunden, Rückweg 15 Sekunden (ich werde nicht jünger). Von Zuhause zur Agentur brauche ich je nach Verkehrsmittel 30 bis 45 Minuten. Am liebsten bei Sonne mit dem Rad – da ich im Hamburger Westen wohne, muss ich bis zur Speicherstadt einfach dem Ufer der Elbe folgen. Der schönste Arbeitsweg der Welt.

Thomas Knüwer zählt zu den kreativsten Köpfen der Branche. Der studierte Designer arbeitete zwei Jahre als Junior und Art Director bei Jung von Matt, bevor er 2009 in gleicher Funktion zum Stadtrivalen Kolle Rebbe wechselte. Seit 13 Jahren beeinflusst und koordiniert er die kreativen Geschicke der Accenture Song Tochter. Aktuell ist Kolle Rebbe für Kunden unterwegs wie die Lufthansa, Zalando oder die HypoVereinsbank. 

Was tun Sie auf dem Heimweg?

In Hörbüchern versinken. Fast alle Genres, gerne Fantastisches, je nach Lust und Jahreszeit. Die Marke Audible ist für mich untrennbar mit meinem Arbeitsweg verbunden.

Was ist für Ihre Work-Life-Balance unersetzlich?

Fokus, Gelassenheit, Zuversicht. Fokus auf die Dinge, die im Moment die größte Aufmerksamkeit benötigen (egal, ob bei der Arbeit, der Familie oder in der Welt). Gelassenheit, wenn sich der Fokus rasend schnell ändert. Zuversicht in den Weg und das Ziel.

Und für wen sind Sie unersetzlich?

Für mich selbst. Das musste ich aber auch erst lernen. Mich hat nach einem Burn-Out vor einigen Jahren eine Psychotherapeutin gefragt: „Wem wollen Sie eigentlich gefallen, Herr Knüwer?“. Meine Antwort: „Meinen Kindern, meiner Frau, meinen Kolleg:innen, meinen Vorgesetzten, den Kunden …“ Mir war gar nicht aufgefallen, dass ich mich selbst nicht genannt habe. Seitdem versuche ich mehr Acht auf mich selbst zu geben.

Wann waren Sie das letzte Mal richtig spontan?

Ich liebe spontane Entscheidungen – auch wenn die Größe der Spontaneität in Covid-Zeiten vielleicht etwas kleiner geworden ist. Vorher: „Komm, wir gehen Fallschirmspringen!“, jetzt: „Ich habe eine Lampe bestellt, die wie ein Vogel Strauß aussieht!“

Und was bremst Sie leider immer wieder aus?

(Selbst-)Zweifel.

Wohin träumen Sie sich in die Ferne?

Wir sind leidenschaftliche Camper, also träume ich mich nicht in die Ferne, sondern auf den Weg.

Haben Sie einen guten Film- oder Serien-Tipp für uns?

„Turning Red“ war der Film, der mich zuletzt berührt hat. Wie meine Oma gesagt hätte: „Mit bisschen Pipi in den Augen.“

Ihr Lieblingsbuch heißt …

„Das Graveyard-Buch“ von Neil Gaiman.

Ihr Lieblingsrestaurant heißt …

An einem torfigen See in einem schwedischen Wald haben meine Frau und ich mal in einem Restaurant, dessen Namen ich nicht mehr weiß, wenn es überhaupt einen hatte, die beste Rauchbutter der Welt zu Knäckebrot gegessen. Das ist mein Lieblingsrestaurant, weil es eine Lieblingserinnerung ist.

Fankurve oder Theatersaal?

Buchhandlung.

Von der Stange oder nach Maß?

Von der Stange.

Wofür geben Sie gerne Geld aus?

Gutes Essen, dicke Bücher, Spielsachen für meine Kinder, die in Wahrheit für mich sind.

Und was gehört zu Ihren Guilty Pleasures?

Ich habe alle meine Pleasures sehr lieb und fühle mich für keine guilty.

Der Sinn des Lebens ist …

… Liebe teilen.

Und irgendwann werden Sie ganz sicher …

… in einem Wohnmobil wohnen.


Sie fühlen sich auch für kein Pleasure guilty? Schreiben Sie uns gerne an feierabendmacher@meedia.de

frühere Feierabendmacher Knüwer
Stefan Ottlitz, Carolin Nevermann, Fabian Thomas, Josephine Gerves

Mehr Lust auf Feierabendmacher? Hier finden Sie die privaten Geheimnisse der Macher von Marken,

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