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Reaktion auf Inflation

Burda hebt die Anzeigenpreise zum 1. Juli an

Hubert Burda Media bleibt von der aktuellen Inflation nicht verschont. Das Medienhaus erhöht daher zum 1. Juli die Anzeigenpreise.

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Wie der Burda Verlag mitteilt, hat das Unternehmen entschieden, die Anzeigenpreise der Titel den aktuellen Marktbedingungen anzugleichen. Daraus ergibt sich eine Preissteigerung von 6,1 Prozent über alle Titel hinweg. Der Wert entspreche der Frühjahrsprojektion der Bundesregierung für den Verbraucherpreisindex bezogen auf das Gesamtjahr 2022 gegenüber Vorjahr. Hintergrund der Entscheidung seien die explodierenden Rohstoff- und Produktionskosten sowie die generelle Inflation von aktuell 7,4 Prozent. Es sei die höchste Inflationsrate seit 50 Jahren, heißt es.

Deutlich gestiegen seien zudem die Papierpreise. Sie kletterten im Durchschnitt um rund 80 Prozent, in einzelnen Sorten um über 150 Prozent. Auch die Speditionskosten erhöhten sich derzeit auf über zehn Prozent. Die Produktionskosten lägen damit im Schnitt bei über 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Inflation sei durch den Krieg in der Ukraine und der damit einhergehenden Preisentwicklung der Energieprodukte weiter gestiegen, teilt Burda mit.

„Wir sind nicht einfach von der allgemeinen Preiserhöhung betroffen, wie es in anderen Branchen der Fall ist, sondern von einer historisch einzigartigen Kostenexplosion in der Herstellung unserer wichtigsten Produkte. Aus Rücksicht auf unsere Werbekunden erhöhen wir die Preise nur maßvoll und nicht annähernd in der Größenordnung, wie wir es eigentlich angesichts der realen Kosten tun müssten“, so Manuela Kampp-Wirtz, Chief Publishing Officer Premium im Burda Verlag. Sie fügt hinzu: „Wenn wir allerdings das Qualitätsniveau in der Herstellung unserer Produkte aufrechterhalten wollen, können wir die Preisentwicklung nicht mehr vollständig von unseren Kunden fernhalten. Unser aller Ziel muss der Erhalt der Vielfalt unseres publizistischen Angebots sein. Die Medien des Burda Verlags leisten einen relevanten Beitrag zur Vielfalt der Meinungen und der Information, und dieses Angebot wollen wir auf dem bekannten Qualitätsniveau trotz der krisenhaften Entwicklung aufrechterhalten. Wir produzieren hochwertige journalistische Inhalte und das bedeutet auch: verlässliche Umfelder für unsere Werbekunden.“

Die neuen Preise sind ab dem 1. Juli 2022 gültig. Für Werbepartner gelte eine Übergangsphase von vier Wochen, in der für Erscheinungstermine bis Ende des Jahres zu den alten Konditionen gebucht werden kann, heißt es.

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