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Facebook-Konzern

Top-Managerin Sandberg verlässt Meta

Foto: Imago/PA Images

Beim Facebook-Konzern Meta endet eine Ära: Sheryl Sandberg, die Architektin des Geschäftsmodells des Online-Netzwerks, geht nach 14 Jahren. Sie wolle sich künftig mehr um ihre Wohltätigkeitsaktivitäten kümmern, schrieb sie auf Facebook.

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Sandberg galt lange als rechte Hand von Gründer Mark Zuckerberg. Sie wolle sich künftig mehr um ihre Wohltätigkeits-Aktivitäten kümmern, schrieb die 52-Jährige in einem Facebook-Eintrag am Mittwoch. Der Abgang sei für Herbst geplant, wenn ihr unterstellte Manager dann neue Vorgesetzte bekommen hätten.

Sandberg sammelte erste Erfahrungen bei Google und kam 2008 zu Facebook. Als Verantwortliche für das operative Geschäft spielte sie eine federführende Rolle dabei, dass das Online-Netzwerk von einem relativ kleinen Player im Online-Geschäft zu einem Milliarden-Konzern wurde. Konzernchef Zuckerberg würdigte Sandberg als Architektin von Facebooks Werbegeschäft.

Job in anderem Unternehmen oder Politik „äußerst unwahrschienlich“

Die Idee, die Erkenntnisse über die Nutzer und ihre Interessen zu nutzen, um Werbekunden Zugang zu von ihnen gewünschten Zielgruppen zu gewähren, erwies sich als überaus lukrativ. Als die Nutzer vor gut einem Jahrzehnt vom PC auf Smartphones umstiegen, traf das Facebook mit seinen damaligen Anzeigen-Bannern zunächst unvorbereitet. Doch das Team um Sandberg entwickelte schnell ein System, bei dem Werbung in der App zwischen die einzelnen Beiträge platziert wurde.

Es sei „ziemlich unwahrscheinlich“, dass sie einen neuen Job in einem Unternehmen oder in der Politik annehmen werde, sagte Sandberg dem Finanzdienst „Bloomberg“. Andererseits habe sie aber auch schon vor langer Zeit gelernt, keine Vorhersagen über die Zukunft abzugeben.

Sandberg machte sich auch einen Namen als Verfechterin einer größeren Rolle für Frauen in Unternehmen. Kritiker erinnern zugleich daran, dass Facebooks Datenskandale wie die Kontroverse um die Analysefirma Cambridge Analytics unter Sandberg in der Top-Etage passierten.

Sandberg soll nicht eins-zu-eins ersetzt werden

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Spekulationen über ein abgekühltes Verhältnis zwischen dem 38-jährigen Zuckerberg und Sandberg – was stets zurückgewiesen wurde. Im Verwaltungsrat von Meta, dem Aufsichtsgremium des Konzerns, soll Sandberg weiterhin bleiben.

Sandberg solle nicht durch jemanden mit einem identischen Aufgabenbereich ersetzt werden, schrieb Zuckerberg in einem Facebook-Eintrag. Er sei nicht sicher, ob das überhaupt möglich gewesen wäre, da Sandberg ein „Superstar“ sei. Zugleich deutete Zuckerberg aber auch Unzufriedenheit mit dem bisherigen Zuschnitt der Meta-Strukturen an: Möglicherweise sei ohnehin die Zeit gekommen, Geschäft und Produkte besser miteinander zu verzahnen, schrieb er.

th mit dpa

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