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"Übermedien"-Bericht

Boris Becker geht juristisch gegen „Bild“-Berichterstattung vor

Boris Becker geht gegen die "Bild"-Berichterstattung über ihn vor – Foto: Imago

Der wegen Insolvenzbetrugs in Großbritannien verurteilte Boris Becker geht juristisch gegen die Berichterstattung der „Bild“ vor. Das berichtet „Übermedien“. Das Boulevardblatt habe „zahlreiche unwahre Tatsachenbehauptungen“ verbreitet und damit das Persönlichkeitsrecht seines Mandanten verletzt, so dessen Anwalt.

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Konkret gehe es bei den angeblich unwahren Tatsachenbehauptungen um die Berichterstattung über das Leben Beckers im Gefängnis. „Bild“ wolle sich „auf perfide Weise“ am Schicksal Boris Beckers bereichern und schrecke „hierzu auch nicht davor zurück, frei erfundene Informationen zu veröffentlichen“, zitiert „Übermedien“ (€) aus einem von mehreren Abmahnschreiben. Das Springer-Blatt habe auf diese Schreiben jedoch nicht reagiert, mehr noch: Die angeprangerten Behauptungen wiederholte „Bild“ in der Folge und fügt hinzu: „Auf eine ‚Bild‘-Anfrage dementierte Beckers Anwalt den Vorgang.“ Anfragen seien auf der Becker-Seite, die nun einstweilige Verfügungen erwirken will, aber nie eingegangen.

Zu den Behauptungen gegen die Beckers Anwalt vorgehen will, gehört etwa die über eine angebliche „Promi-Sonderbehandlung“, die sein Mandant im Gefängnis erfahre. Auch, dass sich Becker über laute „Knackis“ beschwere und mit der Größe seiner Zelle hadere, sei unzutreffend, zitiert der „Übermedien“-Bericht. Zudem beanstandet der Becker-Anwalt eine Illustration bei „bild.de“ und eine Bildmontage bei Bild TV. Die gesamte abgemahnte Berichterstattung bestehe aus Gerüchten, Behauptungen und Spekulationen, so der Vorwurf. „Bild“ verweist auf den Quellenschutz.

th

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