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Umsatzranking Digitalagenturen

Plan.Net rückt Dauergewinner Reply auf die Pelle

Verbandschefin Anke Herbener – Foto: BVDW

Beim Internetagentur-Ranking des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) hat Reply erneut den höchsten Umsatz erzielt. Er lag 2021 bei 165,4 Mio. Euro. Die zweitplatzierte Agentur Plan.Net kommt auf 151,6 Mio. Euro. Der Gesamthonorarumsatz der teilnehmenden Agenturen lag bei 2,38 Mrd. Euro. Der Hauptanteil wird durch die technische Umsetzung getragen, so der BVDW.

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Zu Reply gehört hierzulande vor allem die Social-Media-Agentur Elbkind Reply, die für ihren Neukunden Deutsche Telekom einen Standort in Düsseldorf aufmacht. Plan.Net unter seinem CEO Wolf Ingomar Faecks kletterte dank einer Umsatzsteigerung von fast 47 Prozent auf Platz zwei. Anteil an diesem Sprung hat sicherlich die Betreuung von BMW im Konstrukt von Marcom Engine. Platz drei belegt die Init AG mit 138 Mio. Euro (Vorjahr Platz fünf).

Die größten Umsatzsprünge machten relativ unbekannte Agenturen. So wuchs die Essener Agentur Mindcurv um 270 Prozent auf knapp 50 Mio. Euro Honorarumsatz. Mindcurv klettert damit von Platz 35 auf Platz zwölf. Valantic in München legt um 150 Prozent auf 90 Euro Mio. zu. Das bedeutet aktuell Rang sieben (Vorjahr: 14).

Gründe fürs Wachstum

Generell ging 2021 der Trend nach oben: 61 Agenturen in der Top-100, die in den beiden vergangenen Jahren ihre Zahlen gemeldet hatten, verzeichnen laut BVDW ein Umsatzplus von mindestens zehn Prozent. Wie in den vergangenen Jahren sei das Wachstum zum Teil auch auf Konsolidierungen im Markt zurückzuführen, insbesondere durch Akquisen von Marktteilnehmer auf den oberen Plätzen. Die digitale Transformation und Agilität geben den Ton in der deutschen Agenturlandschaft an. 84 Prozent der Agenturen sagten (in der Befragung zum Ranking), dass die Vernetzung und Optimierung von Kanälen, Schnittstellen und Prozessen zusätzlich mit einer hohen Innovationsgeschwindigkeit in Bezug auf Technologie und Modelle befeuert werde.

Trotz des Wachstums kämpft die Branche mit dem Mangel an qualifiziertem Personal und vor allem an Nachwuchs. „In Digitalagenturen macht sich der digitale Bildungsnotstand besonders deutlich: Traditionell bilden wir einen guten Teil der digitalen Fachkräfte aus, die früher oder später in Unternehmen anheuern“, sagt BVDW-Vizepräsidentin Anke Herbener. „Der gesamte Bildungsbereich benötigt dringend einen deutlich stärkeren Fokus auf Digitalthemen. Das gilt für alle Bereiche, von den Schulen über die Berufsschulen bis hin zu den Hochschulen.“

30 Agenturen nennen in der Befragung einen Auszubildendenanteil von 15 Prozent oder mehr. Insgesamt nahmen 150 Agenturen teil.

Hier geht es zur Rankingtabelle.

rk

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