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Die Zeitungs-Auflagen im ersten Quartal 2022

IVW: „Zeit“ und „WamS“ punkten mit Digital-Abos, „Bild“ verliert 10,7 Prozent

Während „Bild“ als größte deutsche Tageszeitung erneut mehr als 10 Prozent ihrer Verkäufe einbüßt, gibt es in der Zeitungsbranche auch IVW-Gewinner: „Die Zeit“ und „Welt am Sonntag“ gewannen aber nicht mit Papier-, sondern mit Digital-Kunden.

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„Bild“ verkaufte sich im ersten Quartal 2022 noch 942.387 mal. Im Vergleich zum ersten Quartal 2021 entspricht das einem Minus von 112.812 Exemplaren, bzw. 10,7 Prozent. „Bild“ fiel damit erneut auf ein historisches Tief: Seltener verkaufte sich Springers Boulevardblatt letztmals 1953.

Die „Süddeutsche Zeitung“ büßte unterdessen 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal ein, die „Frankfurter Allgemeine“ 5,5 Prozent. Etwas positiver sieht es für das „Handelsblatt“, „Die Welt“ und die „Taz“ aus, die allerdings allesamt nicht mit Papier-Exemplaren, sondern mit einer wachsensen E-Paper-, bzw. Digital-Abo-Kartei punkteten.

Ähnlich deutlich nach unten wie für Deutschlands größte überregionale Tageszeitung geht es für Deutschlands kleinste überregionale Tageszeitung: Das „Neue Deutschland“ büßte weitere 9,7 Prozent ein und setzte nur noch 15.546 Exemplare pro Tag via Abo und Einzelverkauf ab.

Überregionale Tageszeitungen im 1. Quartal 2022 (nur Abo+EV)

Platz Titel Abo+EV 2022-I vs. 2021-I absolut vs. 2021-I in %
1 Bild 942.387 -112.812 -10,7
2 Süddeutsche Zeitung 265.049 -10.419 -3,8
3 Frankfurter Allgemeine 172.010 -10.079 -5,5
4 Handelsblatt 89.699 -296 -0,3
5 Die Welt 41.634 -573 -1,4
6 taz – die tageszeitung 41.245 -1.109 -2,6
7 Neues Deutschland 15.546 -1.669 -9,7
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Die Liste der Wochen- und Sonntagszeitungen führt weiterhin die „Bild am Sonntag“ an, allerdings schrumpft der Vorsprung. Mit 588.419 Abos und Einzelverkäufen büßte die „BamS“ nur 0,1 Prozent ein. Zu verdanken hat sie das einem Plus von 50.000 E-Paper-Abos. Sogar fast 52.000 E-Paper-, bzw.- Digital-Abonnenten gewann „Die Zeit“ hinzu, die mit 533.726 Abos und Einzelverkäufen 4,8 Prozent über dem Vorjahr liegt und näher an die „Bild am Sonntag“ heran rückt.

Ein stolzes Plus von 20,3 Prozent verzeichnet die „Welt am Sonntag“, die seit einigen Monaten ja bereits samstags erscheint. Im Einzelverkauf beschert die neue Erscheinungsweise dem Blatt ein kleines Plus, der große Zuwachs geht aber auch hier auf das Konto der E-Paper-Abos.

Recht deutliche Verluste verzeichnen dahinter die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“, die „Katholische Sonntagszeitung für Deutschland“, die „Junge Freiheit“ und „Das Parlament“, ein kleines Minus „Der Freitag“ und ein Plus die kleine „Tagespost“.

Wochen- und Sonntagszeitungen im 1. Quartal 2022 (nur Abo+EV)

Platz Titel Abo+EV 2022-I vs. 2021-I absolut vs. 2021-I in %
1 Bild am Sonntag 588.419 -314 -0,1
2 Die Zeit 533.726 24.677 4,8
3 Welt am Sonntag (Sa+So) 228.442 38.503 20,3
4 Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 175.271 -11.713 -6,3
5 Katholische SonntagsZeitung für Deutschland (gesamt) incl. Neue Bildpost 24.579 -2.360 -8,8
6 Junge Freiheit 21.683 -1.517 -6,5
7 Der Freitag 20.994 -66 -0,3
8 Die Tagespost – Katholische Wochenzeitung für Politik, Gesellschaft und Kultur 10.750 282 2,7
9 Das Parlament 6.115 -827 -11,9
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

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