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Politico, Insider und Co.

News Media-Vorstand Jan Bayer geht für Axel Springer in die USA

News Media-Vorstand Jan Bayer – Foto: Springer

Im Vorstand von Axel Springer kommt Bewegung rein: Jan Bayer wird sich ab Sommer auf das US-Nachrichtengeschäft um Politico, Morning Brew und Co. fokussieren. Dafür wird der News Media-Vorstand in die Staaten ziehen – und einen Teil seines Verantwortungsbereichs abgeben.

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„Next stop: Washington D.C.“ – so kündigt Jan Bayer seinen Wechsel in die USA an. Der News Media-Vorstand von Axel Springer bekommt einen neuen Aufgabenbereich zugeteilt, wie er auf LinkedIn schreibt. Ab Sommer soll er von dort der Hauptstadt das Wachstum der US-amerikanischen News-Medienmarken vorantreiben. Demnach wird er von dort für mindestens ein Jahr die Geschäfte steuern. Bayer wird sich ab Mitte April auf seine künftige Station vorbereiten und eine kurze Auszeit nehmen.

In einer internen Ankündigung von Freitag, die MEEDIA vorliegt, hatte Springers Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner diesen Schritt mitgeteilt. Nach der Übernahme von Politico und den „ehrgeizigen Wachstumsplänen“ für das Unternehmen sowie Insider, Insider Intelligence und Morning Brew sei der US-Markt zu einer „absoluten Priorität“ geworden. Springer hat das US-Geschäft in den vergangenen Jahren stetig ausgebaut. Der Kauf der US-Politplattform Politico wurde erst im Sommer 2021 abgeschlossen. Der Kaufpreis soll laut Berichten über eine Milliarde US-Dollar betragen haben. In der Vergangenheit gab es zudem Spekulationen über eine Übernahme des Nachrichtenportals Axios (MEEDIA berichtete).

Mit Jens Müffelmann hatte Springer in der Vergangenheit schon mal einen leitenden Manager für das US-Portfolio. Die Trennung erfolgte im März 2018, wie der Berliner Medienkonzern damals mitteilte.

„US-Markt ist der Wachstumsmotor“

Bayer schreibt in seinem Statement zu den Plänen: „Der US-Markt ist der Wachstumsmotor für unser Nachrichtenmediengeschäft. Und wir sehen eine Menge Möglichkeiten. Ich freue mich sehr auf die kommende Zeit!“ Für ihn ist es nach einem sechsmonatigen Aufenthalt im Jahr 2017 im Silicon Valley der zweite Umzug in die Staaten.

Der Schritt sorgt für Bewegung im Vorstand: Bayer kümmerte sich bislang um die internationalen und nationalen Nachrichten-Medienmarken. Letzteren Bereich gibt er allerdings ab. Um die nationalen Marken um „Bild“ und „Welt“ wird sich der CEO Döpfner schon bald höchstpersönlich kümmern.

Ob das die dauerhafte Lösung ist, wird sich zeigen. Denkbar ist freilich auch, dass es in Zukunft weitere, neue Gesichter im Vorstand gibt.


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