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Putins Krieg

„Bild“ startet Telegram-Kanal gegen Fake News

"Bild" startet Telegram-Kanal gegen Fakenews im Ukrainekrieg

"Bild" startet Telegram-Kanal gegen Fake News im Ukrainekrieg – Foto: Screenshot Telegram

Mit dem Telegram-Angebot will Chefredakteur „Bild“-Johannes Boie Zielgruppen erreichen, die besonders von Fake News betroffen seien. Bei Bild TV gibt es einen neuen Service für russischsprachige Zuschauende.

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„Bild“ bietet im Ukraine-Krieg bereits länger journalistische Spezialangebote an. Als eines der ersten Medien in Deutschland übersetzte der Springer-Titel Artikel auf Russisch. Wie Chefredakteur Johannes Boie in einem Post auf Linkedin mitteilt, solle damit Russen in Deutschland und Russland ermöglicht werden, „sich unabhängig zu informieren, und um der russischen Propaganda etwas entgegen zu setzen“. Diese Artikel werden nicht nur über die Webseite ausgespielt, sondern auch über die sozialen Kanäle gepostet und sind laut Boie immer ohne Paywall erreichbar.

Wie der „Bild“-Chef auf Linkedin weiter mitteilte, hat man jetzt einen eigenen Telegram-Kanal eingerichtet, „um Zielgruppen zu erreichen, die besonders von Fake News betroffen sind.“ Telegram steht seit der Pandemie in Deutschland immer wieder als das Netzwerk in der Kritik, über das falsche Informationen und Hassbotschaften schnell Verbreitung finden. Der „Bild“-Kanal zählt aktuell knapp 4.500 Abonnenten. Dort sollen Reporter aus Kiew, Lemberg, Moskau und aus der Redaktion in Deutschland über den Krieg in der Ukraine berichten, wie auf dem Kanal zu lesen ist.

"Bild" hat einen Telegramkanal gegen Fakenews im Ukrainekrieg eröffnet.
Foto: Screenshot Telegram

Bild TV mit russischen Untertiteln und psychologische Unterstützung für Mitarbeitende

Neu dazugekommen ist bei „Bild“ außerdem die Aussspielung der Livestreams von Bild TV mit russischen Untertiteln unter diesem Link.

Für die Journalistinnen und Journalisten im Kriegsgebiet und in Russland, über zehn Mitarbeitende seien aktuell unterwegs, „findet im Hintergrund erhebliche Logistik statt“. Details nennt Boie hier nicht. Generell hätten die Kolleginnen und Kollegen seit einigen Tagen die Möglichkeit, „mit externen Psychologinnen und Psychologen zu chatten, die zuhören“ – wenn zum Beispiel die Bilder aus der Ukraine zu schwer zu verarbeiten sind. Unterstützung gebe das Startup Krisenchat.

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Foto: Screenshot Bild

ts

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