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RTL, "KSTA" und Co.

Diese neuen Formate liefern News auf Ukrainisch

Fotos: RTL/Stefan Gregorowius, Funk/Skip Intro, KStA; Screenshot: ARD (Collage: MEEDIA)

Immer mehr Medien leisten einen Beitrag zur Information der flüchtenden ukrainischen Bevölkerung. Neue News-Angebote in sämtlichen Formaten und Ausspielwegen sollen Ankommende über das Leben in Deutschland informieren oder glaubwürdige Informationen aus der Heimat bereitstellen. Eine Auswahl.

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Knapp 190.000 Geflüchtete aus der Ukraine hat das Bundesinnenministerium seit Kriegsbeginn schon offiziell registriert, wie der „Mediendienst Integration“ berichtet. Wie viele tatsächlich mittlerweile in Deutschland angekommen sind, ist wegen der Visafreiheit schwierig zu beurteilen. Laut Schätzungen könnte die Zahl um weitere Hunderttausende, gar in den Millionenbereich, ansteigen.

Die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung ist groß – Unterkünfte und Wohnungen werden vermittelt, erste Sprachbarrieren abgebaut. Auch zahlreiche Medienhäuser und Verlage leisten einen Beitrag zur Information und Kommunikation. Das öffentliche-rechtliche „Funk“-Netzwerk startete jüngst ein Instagram-Format namens „How to Deutschland“, um Ukrainerinnen und Ukrainern die Ankunft in Deutschland mit all seinen behördlichen Hürden und anderen Problemen zu erleichtern (MEEDIA berichtete).

Die ARD bietet in der Mediathek ab sofort Sendungen speziell für Kinder, die kein Deutsch sprechen. Zu sehen gibt es etwa Geschichten von „Shaun das Schaf“, „Der kleine Maulwurf“ und dem „Sandmännchen“.Die Sendung „Deutsch lernen mit Socke“ soll spielerisch in die deutsche Sprache einführen. „Wir möchten mit diesem Angebot Kindern die Chance geben, wenigstens für eine gewisse Zeit den Alltag zu vergessen – mit Sendungen zum Lernen und Lachen“, sagt Klaus Brinkbäumer, ARD Koordinator Kinder und Familie.

RTL startet werktägliches „Ukraine Update“

RTL hat ein ukrainisch-sprachiges News-Angebot gestartet: Mit dem werktäglichen „Ukraine Update“ auf den Internetauftritten von „RTL News“ und NTV sowie dem YouTube-Kanal von NTV möchte das Medienhaus „ein neutrales und unabhängiges Nachrichtenangebot“ für Geflüchtete bereitstellen. Das Material kommt von den RTL- und NTV-Nachrichtensendungen und wird simultan übersetzt. Moderatorin Karolina Ashion präsentiert die Nachrichten in zehn Minuten. „Die Situation der Menschen in der Ukraine und den Geflüchteten in Deutschland ist bedrückend – mit dem ‚Ukraine Update‘ wollen wir ihnen einen gesicherten News-Überblick geben“, sagt Stephan Schmitter, Geschäftsführer RTL News. Das Team soll zeitnah mit ukrainischen Mitarbeitenden erweitert werden.

Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ hat gemeinsam mit dem Verein Blau-Gelbes Kreuz ein Magazin in ukrainischer Sprache zusammengestellt. Dieses soll Geflüchteten bei ihrer Ankunft in Köln überreicht werden. „Viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben in den vergangenen Tagen Texte auf Ukrainisch übersetzt, etliche Texte sind uns kostenfrei zur Verfügung gestellt worden und in der Redaktion saßen Kolleginnen und Kollegen bis spätabends hinter den Rechnern“, so „KSTA“-Chefredakteur Carsten Fiedler.

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