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Relaunch

Madsack verpasst sich neue Digital-Strategie und wertet die Marke RND auf

So sieht der neue Digital-Auftritt aus – Foto: Madsack

Die Madsack Mediengruppe vereinheitlicht die digitalen Auftritte ihrer Zeitungsmarken und wertet gleichzeitig die überregionale Marke Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) auf. Künftig greifen alle Madsack-Titel auf dieselbe technische Plattform zu. RND wird als überregionale Medienmarke positioniert, die man auch getrennt abonnieren kann.

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Dazu gibt es neue Logos für das RND und alle Zeitungen, die einen Kreis als verbindendes Element haben. Alle Titel der Gruppe werden auf eine neue technische Plattform gestellt, die intern RND One Platform genannt wird. Basis hierfür sind die Paid-Content-Lösung von Piano Media und ArcXP, das Content Management System, das von der „Washington Post“ entwickelt wurde.

Das neue Logo des RND

Nutzer können dann einen regionalen Madsack-Titel, wie etwa die „Hannoversche Allgemeine“ oder die „Leipziger Volkszeitung“, im Rahmen eines Plus-Abos abonnieren. Dabei sind dann die überregionalen Inhalte des RND inklusive. Wer außerhalb des Einzugsgebiets einer Madsack-Zeitung wohnt, kann künftig auch nur RND+ abonnieren. Ein Regionalabo inklusive RND+ kostet knapp zehn Euro pro Monat, das RND+ Abo soll 7,99 Euro kosten. Einführungspreise liegen bei 4,99 Euro. Generell sind Plus-Inhalte eine Stunde nach Veröffentlichung gratis lesbar, bevor sie hinter der Bezahlschranke verschwinden.

Bernhard Bahners, Chief Digital Officer der Madsack Mediengruppe und Geschäftsführer des RND, betonte in einem Pressegespräch, dass die neue Strategie keine Abkehr von der Werbevermarktung bedeute. Digital-Werbung bilde weiter eine wichtige Erlössäule und einen Weg, Nutzer zu monetarisieren, die noch kein Abo abgeschlossen haben.

Eine begleitende Werbe-Kampagne betont die zwei Säulen, auf denen das Konzept fußt: überregionale Inhalte vom RND und regionale Inhalte von der jeweiligen Zeitungsredaktion. Die Kampagne besteht jeweils aus zweigeteilten Motiven, ein überregionales und ein regionales. So wird für die „Wolfsburger Allgemeine Zeitung“ etwa ein Motiv der Bundestagskuppel der Autostadt von Volkswagen gegenübergestellt. Die Botschaft: Ob Hauptstadt oder Autostadt – man ist als Abonnent immer informiert.

Digital-Abonnenten sollen damit eine „Digitale Teilhabe“ an ihrer Region erhalten. Die Marke RND sei bekannt durch die Auftritt von namhaften Journalistinnen und Journalisten etwa im TV oder Nennenungen in Nachrichtensendungen. Davon will man nun stärker profitieren. Digital wird stets erkennbar sein, dass die jeweilige Zeitung Teil des RND-Netzwerks ist.

Der neue Madsack-Auftritt auf einem Smartphone

Generell sei die RND One Plattform auch für alle Medien offen, die redaktionelle Dienstleistungen des RND beziehen. „Das RND etabliert damit eine ganzheitliche, auf Partnerschaften ausgerichtete Publishing-Plattform im Regionaljournalismus“, so Bahners.

Den Start des Relaunchs macht die überregionale Seite des RND am 17. März. Die einzelnen Zeitungstitel folgen schrittweise bis zum 31. Mai. Dann soll das gesamte Madsack-Medien-Portfolio auf das neue System umgestellt sein.

Aktuell verzeichnet die Madsack Mediengruppe nach eigenen Agaben mehr als 165.000 Digitalabos. Hinzu kämen weitere 167.000 Print/Digital- Kombinationen. Von der neuen Strategie dürfte man sich hier eine signifikante Steigerung erhoffen. Das RND beliefert mehr als 60 Tageszeitungen. Dazu gehören sowohl Madsack-Titel (u.a. „Leipziger Volkszeitung“, „Hannoversche Allgemeine“, „Märkische Allgemeine“) als auch Titel anderer Verlage (etwa „Kölner Stadt-Anzeiger“, „Siegener Zeitung“, „Hildesheimer Allgemeine“, „Neue Westfälische“, „Mittelbayerische Zeitung“).

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