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Klage wegen Interview-Aussagen

Christian Drosten erzielt Teilerfolg gegen Wiesendanger wegen „Cicero“-Interview

Foto: Imago (Montage: MEEDIA)

Der Virologe Christian Drosten hat im Rechtsstreit mit dem Nanowissenschaftler Roland Wiesendanger um dessen „Cicero“-Interview einen Teilerfolg erzielt. Das Hamburger Landgericht habe eine Aussage des Interviews, gegen das Drosten vorgeht, untersagt. Andere halte es jedoch für zulässig, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.

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Wiesendanger hatte in dem Interview unter anderem behauptet, Christian Drosten habe „die Öffentlichkeit gezielt getäuscht“. Diese und weitere Aussagen untersagt laut Information von NDR, WDR und „SZ“ nun das Hamburger Landgericht. Drosten war jedoch auch gegen einige weitere Aussagen vorgegangen und hatte Unterlassung gefordert, welche das Gericht nun wohl nicht auferlegt. Die Rechtsberater beider Parteien sehen in dem Urteil dem Bericht zufolge einen Teilerfolg. Wiesendanger will mit einer Ausnahme gegen die Entscheidung des Gerichts Widerspruch einlegen.

Der „Cicero“ hatte das betroffene Interview erst kürzlich offline genommen (MEEDIA berichtete). In einer Erklärung von Chefredakteur Alexander Marguier hieß es dazu zunächst: „‚Cicero‘ prüft die einzelnen Punkte derzeit juristisch und wartet auch die inhaltlichen Ergebnisse der Auseinandersetzung zwischen Christian Drosten und Roland Wiesendanger ab.“

Über das weitere Vorgehen des Magazins ist derzeit nichts bekannt.

th

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