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Gesetzesverschärfung

Verhindert Bayern die mutmaßlichen P7S1-Ambitionen von Berlusconi?

Foto: P7S1

Laut „Business Insider“ hat der Bayrische Landtag eine Verschärfung des Mediengesetzes verabschiedet. Der Schritt wird als Bremse für mögliche ausländische Investoren interpretiert. Angesichts der Spekulationen um ProSiebenSat.1 und Silvio Berlusconis Media for Europa könnte das ein folgenreicher Schritt sein.

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So könne die bayerische Landeszentrale für neue Medien verhindern, wenn einer der Gesellschafter seine Anteile über 25 Prozent an einem Sender erhöhen will – wenn die Informationsvielfalt beeinträchtigt sei, schreibt Business Insider.

Bei ProSiebenSat.1 wird seit längerem über eine mögliche Aufstockung durch Media for Europe (MFE) spekuliert. Silvio Berlusconis Konzern ist mit mit 24 Prozent an ProSiebenSat.1 beteiligt. Vorstandschef Rainer Beaujean steht einer von Berlusconi angestrebten engen Zusammenarbeit im Fernsehgeschäft sehr skeptisch gegenüber.

Berlusconis Media for Europe sei in Sachen Kooperation bislang nicht an ProSiebenSat.1 herangetreten, sagte er Anfang März. ProSiebenSat.1 wolle sich auf das TV-Geschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz konzentrieren, lokale Inhalte ausbauen und über klassisches Fernsehen und neue Kanäle wie die werbefinanzierte Streaming-Plattform Joyn breit ausstrahlen. Für eine Zusammenarbeit bei Technik und der internationalen Expansion von Online-Shops und Plattformen sei er aber offen. „Wir führen jegliches Gespräch ergebnisoffen“, sagte Beaujean.

Anfang März hat Beaujean die Geschäftszahlen präsentiert, im Mai folgt die Hauptversammlung.

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