Anzeige

Digitaler Display-Werbemarkt

OVK prognostiziert erneut zweistelliges Wachstum

Die KFZ-Branche gehört zu den Big Spendern im digitalen Display-Werbemarkt – Foto: Imago

Der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) erwartet auch für 2022 einen signifikanten Anstieg der digitalen Werbung. Um voraussichtlich 11,8 Prozent soll dieser hochgehen, auf gut 5,7 Milliarden Euro. Die Ergebnisse im Überblick.

Anzeige

Der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat Marktzahlen zur digitalen Werbewirtschaft 2021 veröffentlicht. Hiernach ist der digitale Display-Werbemarkt im vergangenen Jahr um mehr als eine Milliarde Euro auf 5,12 Milliarden Euro gewachsen. Das entspricht einer Steigerung um 24,7 Prozent gegenüber 2020. Für das laufende Jahr erwartet der OVK ebenfalls ein, wenn auch nicht so hohes, zweistelliges Wachstum um 11,8 Prozent. Was einem Umsatz von 5,723 Milliarden Euro entspricht.

Programmatic Advertising überspringt die Vier-Milliarden-Grenze

Vorsitzender des OVK, Rasmus Giese – Foto: OVK

Der OVK macht für diesen enormen Anstieg vor allem die Corona-Pandemie und die damit einhergehende Digitalisierung verantwortlich. Doch nicht nur Corona hat die Umsätze nach oben getrieben. „Ein Teil des Wachstums beruht auf höheren Preisen im Programmatic Advertising“, sagt Rasmus Giese, Geschäftsführer United Internet Media und Vorsitzender des OVK. Der Anteil programmatischer Buchungen an den gesamten Display-Erlösen stieg im Jahr 2021 auf 70 Prozent, respektive gut 3,6 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr wird ein moderater Anstieg um ein Prozent auf knapp 4,1 Milliarden Euro erwartet.

Weniger dynamisch soll sich laut OVK die Bewegtbild-Werbung entwickeln. Im vergangenen Jahr entfielen etwa 34 Prozent der digitalen Werbung auf diesen Bereich, was einem Umsatz von 1,733 Milliarden Euro entspricht. Für das laufende Jahr sollen, so der OVK, etwa 37 Prozent der Werbeausgaben in Bewegtbild fließen. Das würde dann einer Steigerung von vier auf 37 Prozent und einem Umsatz von 2,102 Milliarden Euro entsprechen.

Medien zeigen sich geizig

Betrachtet man die Branchen, in denen in der Summe am meisten digital geworben wird, liegen die Bereiche Dienstleistungen mit einem Spending von 768 Millionen Euro, Handel mit 488 Millionen Euro und KFZ mit 439 Millionen Euro klar vorn.

Betrachtet man allerdings den Anteil der digitalen Werbung am gesamten Werbebudget, zeigt sich ein anderes Bild. Hier liegen die Bereiche Computer und Büro mit 31,5 Prozent (187 Millionen Euro) und Finanzen mit 24,3 Prozent (393 Millionen Euro) vorn. An dritter Stelle folgt dann aber schon die KFZ-Branche mit 23,6 Prozent.

Ziemlich geizig zeigen sich die Medien im Bereich digitaler Werbung. Sie haben im vergangenen Jahr 380 Millionen Euro Display Advertising investiert, was einem Anteil von 4,3 Prozent ihres gesamten Brutto-Werbebudgets ausmacht. Damit tragen die Medien übrigens die rote Laterne. Auf dem vorletzten Platz im Ranking der Werbespendings liegt die Ernährungsbranche. Sie investiert immerhin 7,6 Prozent ihres Brutto-Budgets (205 Millionen Euro) in Display-Werbung.

Anzeige