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Ukraine-Krieg

Serviceplan-Büro in Kiew geschlossen

Leere Straße in Kiew am 1. März 2022 – Foto: Imago

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine führt auch in der Agenturbranche zu Auswirkungen. Nachdem Serviceplan gestern noch mitteilte, seine 70-köpfige Niederlassung in der ukrainischen Hauptstadt Kiew offen zu halten, hat sich das Blatt mittlerweile gewendet.

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Eine Serviceplan-Sprecherin teilt auf Anfrage von MEEDIA mit: „Nach den jüngsten Angriffen auf Kiew haben nun laut unseren aktuellen Informationen die meisten Kolleg:innen die Stadt verlassen. An ein Aufrechterhalten des Betriebs unseres Standorts in Kiew ist aktuell nicht mehr zu denken. Die Serviceplan Group unterstützt die ukrainischen Mitarbeitenden umfänglich und hat eigene Hilfsaktionen gestartet.“

Die von CEO Elena Yakovleva geführte Agentur in Kiew ist seit 2017 Teil von Serviceplan und sieht sich laut ihrer Homepage mit fünfzehn Jahren Erfahrung im Bereich Kreation und Markenentwicklung als „kompetenten Partner und kommunikativen Wegbereiter für die führenden Marken in der Ukraine“.

In Moskau agiert die Münchner Serviceplan Group seit Ende 2011. 2015 wurde die Agentur Louder Aktiv übernommen, so dass das Team seinerzeit auf gut 80 Mitarbeiter anwuchs. Aktuell beschäftigt Serviceplan an der Moskva 210 Mitarbeiter. Wie es mit dem Büro und seinen Mitarbeitern weitergeht, steht in den Sternen. Der wirtschaftliche und moralische Druck auf deutsche Firmen – und damit auch auf Serviceplan – wächst, mit Putins Russland keine Geschäfte mehr zu machen. Zu der Situation in Moskau heißt es von Serviceplan: „Wir stehen auch mit unseren russischen Kolleg:innen in stetem Austausch und bewerten die Situation tagesaktuell.“ Das Team unter CEO Olga Starichenko führt als Kunden auf seiner Homepage unter anderem Miele, Chupa Chups und Aeroflot auf.

Wirtschaftlich gesehen ist der Krieg für die international agierende Serviceplan Group ein herber Rückschlag.

rk

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