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Die Analyse der Nielsen-Werbetrends

Werbemarkt startet mit Brutto-Umsatz-Plus von 14,8 Prozent ins neue Jahr

Die deutschen Medien erholen sich in Sachen Anzeigen und Werbespots weiter von den schlimmsten Pandemie-Phasen. Im Januar verzeichneten sie laut Nielsen einen Brutto-Werbeumsatz-Zuwachs von fast 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders deutlich nach oben ging es prozentual gesehen für die Kinos, Out-of-Home-Reklame und das Radio.

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Knapp 2,59 Milliarden Euro setzten die von Nielsen erfassten Medien und Werbeträger im Januar brutto mit Reklame um. 44,7 Prozent des Kuchens gehen dabei an das Fernsehen, dass sich mit einem Plus von 15,7 Prozent sogar erneut noch mehr steigerte als der Gesamtmarkt.

Ebenfalls in etwa auf dem Niveau des Gesamtmarkts liegen die Zeitungen mit einem Plus von 13,1 Prozent, sowie die Direct-Mailings mit plus 13,9 Prozent. Die größten Gewinner-Branchen sind prozentual gesehen das Kino mit einem Plus von 106,730,5 Prozent gegenüber dem Januar 2021, in dem die Häuser bundesweit geschlossen waren, die Out-Of-Home-Werbung mit einem Zuwachs von 42,0 Prozent, sowie das Radio mit plus 34,0 Prozent.

Unterdurchschnittlich stark ging es für die Publikumszeitschriften (+4,7 Prozent) und die deutschen Online-Vermarkter (+4,2 Prozent) hinauf.

Nielsen bereinigter Werbetrend, Bruttowerbeaufwendungen Deutschland / Januar 2022

Mediengruppe Januar – in 1.000 € YTD – in 1.000 € Anteil in % YTD Vorjahr – in 1.000 € Veränd. Vorjahr kum in %
Gesamt 2.586.436 2.586.436 100,0 2.252.697 14,8
TV 1.156.716 1.156.716 44,7 1.000.049 15,7
ZTG 368.312 368.312 14,2 325.521 13,1
OL* 302.070 302.070 11,7 290.006 4,2
PZ 239.407 239.407 9,3 228.680 4,7
DM 226.988 226.988 8,8 199.335 13,9
OOH* 161.742 161.742 6,3 113.915 42,0
RD 127.565 127.565 4,9 95.188 34,0
KI 3.637 3.637 0,1 3.000 106.730,5
Quelle: Nielsen / * Die Online/OOH-Werte sind als vorläufig zu betrachten und können sich aufgrund von Nachmeldungen rückwirkend ändern.

Wie immer muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Branchen und Segmente und den Werbedruck sind sie dennoch.

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