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Gegen Sexismus

Group M unterschreibt Manifest des Ad Girls Club

Karin Ross – Foto: GroupM

Der Ad Girls Club, seit 2021 aktiv gegen Sexismus in der Werbebranche, hat jetzt auch Unterstützung bei Mediaagenturen. Mit Group M unterschreibt gleich der größte Media-Player das Manifest der zwei Aktivistinnen Lisa Eppel und Isabel Gabor. Bisher hatten sich den Zielen der beiden Kreativagenturen verpflichtet.

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Das Spektrum der Kreativagenturen ist bunt gemischt, kleine und große sowie mit verschiedenen Ausrichtungen. Das Manifest haben auch die beiden Networks Wunderman Thompson und Ogilvy unterschrieben, die wie Group M zur WPP-Holding gehören. Als erste deutsche Mediaagenturgruppe hat Group M – neben ihr agieren hierzulande auch die Gruppen OMG, IPG Mediabrands, Dentsu, Havas Media und Publicis Media – mit ihren Agenturen MediaCom, Mindshare, Wavemaker und Essence das Ad Girls Club-Manifest zur Selbstverpflichtung gegen Sexismus unterschrieben.

Damit bekennen sich die Agenturen mit knapp 2.500 Mitarbeitern zu Zielen wie einer ausgewogenen Frauenquote, Lohngleichheit, Vereinbarkeit von Kind und Karriere und vertraulichen Ansprechpartnern. Qualifiziert hat sich Group M nach eigener Darstellung durch seine klare Haltung, die sich vor allem in seiner „DIB-Strategie“ widerspiegele. Im Rahmen dieser Strategie setze sich Group M für eine Kultur aus Diversität, Inklusion und Zugehörigkeit (Diversity, Inclusion & Belonging – DIB) ein. Darüber hinaus hat Group M bereits im vergangenen Jahr die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet, hinter der ein gleichnamiger Verein in Berlin steht.

Das sagt Group M-CEO Karin Ross zum Ad Girls-Club-Manifest

 „Wir schätzen die Arbeit des Ad Girls Clubs sehr. Die Ziele matchen perfekt mit unserem aktiven und langjährigen Engagement für eine vielfältigere Branche“, so Karin Ross, CEO von Group M. „Die Unterstützung des Ad Girls Club stellt für uns einen wichtigen Baustein der Group M Diversity, Inclusion & Belonging-Strategie dar, mit der wir weiterhin eine offene und integrative Unternehmenskultur aufbauen möchten, die größten Wert auf die Vielfalt unterschiedlicher Backgrounds, Erfahrungen und Perspektiven legt. Denn wir sind davon überzeugt, dass nur dann für uns alle das Beste entsteht, wenn ein Mix an Sichtweisen, Ideen und Erfahrungen zusammenkommt und sich jede Person mit ihrem wahren Selbst einbringen kann.“

Von Eppel und Gabor vom Ad Girls Clubs heißt es: „Wir freuen uns sehr, mit Group M eine ganze Mediagruppe auf dem Manifest begrüßen zu dürfen. Das ist für uns ein wichtiger Schritt, um wirklich die gesamte Branche zu vereinigen und gemeinsam für Gleichstellung und Gleichberechtigung zu kämpfen.“

Im Januar noch gehörte GGH zu den neuen Unterzeichnern des Manifests.

GGH Mullen Lowe vom Manifest wieder runter

Der Ad Girls Clubs und GGH Mullen Lowe dagegen sind nach kurzer Zeit wieder auseinander. Nach einem Gastbeitrag von Marc Pech, in dem sich der COO der Hamburger Interpublic-Networkagentur gegen die Frauenquote ausspricht (erschien im Branchenmagazin „W&V“), habe sich der Club von GGH getrennt. „Wir haben keine komplette Werteverschiedenheit.“ Aber bei für den Club wichtigen Nuancen.

rk

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