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Diekmann, Böhmermann, Küppersbusch

„FT“ benennt Zielpersonen der Springer „Gegen-Ermittlung“

Der Artikel der „Financial Times“ „FT“ zu den Hintergründen der Reichelt-Affäre bei Axel Springer schlug hohe Wellen. U.a. schrieb die „FT“, dass eine Gruppe von Leuten untersucht werden sollte, die angeblich gegen Springer vorgehen würden. Jetzt hat die „FT“ die Namen bekanntgegeben: Zwei Satiriker und ein Ex-„Bild“-Chef.

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Namentlich sollte sich die „Gegen-Untersuchung“ von Springer gegen Ex-„Bild“-Chef Kai Diekmann, ZDF-Komiker Jan Böhmermann und Friedrich Küppersbuch richten. Diekmann stehe im Verdacht, eine „Anti-Reichelt-Agenda“ zu verfolgen, so die „FT“. Böhmermann machte Andeutungen über ein Compliance-Verfahren gegen Julian Reichelt, bevor dies öffentlich wurde. Küppersbusch machte in seinem Online-Format Andeutungen über Kokain-Konsum und sexuelle Übergriffe, allerdings ohne Namen zu nennen. Alle drei wollten den „FT“-Artikel nicht kommentieren.

Böhmermann hatte zuvor von der „FT“ auf Twitter gefordert, zu erfahren, ob er zu den „two German satirists“ gehört, die von Springer ausgeforscht werden sollten.

Laut „FT“ soll Springer-CEO von den Namen der Ausforschungs-Ziele nichts gewusst haben. Und das Vorhaben sei schnell wieder fallengelassen worden.

Der ursprüngliche „FT“-Artikel zeichnet ein beschämendes „Bild“ von der Handhabung des Compliance-Verfahrens gegen Reichelt durch CEO Mathias Döpfner und die Springer-Führung. Laut „FT“ war die Springer-Führung frühzeitig über die Vorwürfe gegen Reichelt informiert, hat versucht, diese unter den Teppich zu kehren und dabei in Kauf genommen, dass Namen von Zeugen kompromittiert werden. Das Medienhaus wies die Darstellung der „FT“ als unzutreffend zurück.


Lesen Sie hierzu auch unseren Kommentar:

„FT“-Bericht zur Causa Reichelt – mieses Zeugnis für die Springer-Führung


swi

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