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"Ad Age"-Bericht

Coca-Cola verzichtet auf Werbung bei den olympischen Winterspielen

Wie das Magazin „Ad Age“ berichtete, soll Coca-Cola nach dem Super Bowl auch Olympia eine Absage erteilt haben – zumindest, was die Werbepräsenz im klassischen Umfeld angeht.

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Ad Age“ berichtet mit Bezug auf Insider-Informationen, dass Coca-Cola werblich bei den olympischen Winterspielen 2022 keine Rolle spielt – zumindest, was die Präsenz im TV und im World Wide Web anbelangt.

Auf MEEDIA-Nachfrage wollte das Unternehmen davon nichts wissen. Aus Berlin heißt es: „Wir glauben, dass die olympische Bewegung ein einzigartiges Potenzial besitzt, Länder und Menschen zusammenzubringen und zu vereinen sowie dadurch positive Kraft zu entfalten. Coca-Cola ist seit mehr als 90 Jahren stolzer Unterstützer der Olympischen Spiele auf der ganzen Welt und seit mehr als 50 Jahren der Paralympischen Spiele. Seit 1968 unterstützt Coca-Cola zudem weltweit Programme und Veranstaltungen der Special Olympics, um eine positive Einstellung gegenüber Menschen mit geistiger Behinderung in der Gesellschaft zu fördern.“

Noch ist nichts zu sehen

Womit die eigentlich Anfrage, ob Coca-Cola im Rahmen der olympischen Spiele im TV, Out of Home oder im Web werben wird, freilich nicht beantwortet wurde. Auffällig ist, dass die olympischen Spiele werblich tatsächlich keine Rolle zu spielen scheinen. Bis dato hatte der Limonadenhersteller Wochen vor einem solchen Großereignis wie den olympischen Spielen damit begonnen, seine Präsenz auf der Großveranstaltung zu kommunizieren. Traditionell wurde das von der Marketingabteilung aus Amerika heraus gesteuert und in den jeweiligen Ländern auf die einzelnen Märkte adapitiert. Bislang – und es sind nur noch zehn Tage bis zur großen Eröffnungsfeier in Peking – ist davon hierzulande noch nichts zu sehen.

Nachvollziehbar wäre es. Coca-Cola wirbt damit, gegen Rassismus und Diskriminierung zu kämpfen. China hingegen hält das offensichtlich nicht für nötig. Schließlich hat die dortige Regierung nicht nur eindeutig menschenrechtliche Verbrechen gegen Uiguren und andere Angehörige muslimischer Turkvölker in Xinjiang begangen. Sie hat auch die Repressionen in Hongkong und die Überwachung der Medien verschärft sowie offen Maßnahmen zur Massenüberwachung der Bevölkerung eingeführt. Alles Themen, auf die Verbraucher zunehmend sensibel reagieren und sich auch nicht mit einem Boykott gegenüber den Marken zurückhalten, die die Themen ausblenden.

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