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Nach kritischem Bericht

Holger Friedrich setzt sich durch: „Zeit“ muss Gegendarstellung drucken

Holger Friedrich – Foto: Britta Pedersen / zb / dpa

Das Landgericht Hamburg hat am Freitag entschieden, dass die „Zeit“ eine Gegendarstellung zugunsten von Holger Friedrich drucken muss. Zwei Passagen des „Zeit“-Artikels von November 2021 sind davon betroffen.

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Wie der Branchendienst „Kress“ berichtet, wird die Gegendarstellung per einstweiliger Verfügung durchgesetzt. Das Thema wirtschaftlicher Einfluss seitens Friedrich auf den Verlag soll dabei im Mittelpunkt stehen. Laut Beschluss ließe Friedrich festhalten: „In Bezug auf den Verlag erfolgt durch mich keine laufende Finanzierung als natürliche Person aus meinem Privatvermögen.“ Außerdem sei die „Zeit“ verpflichtet, die Aussage Friedrichs festzuhalten, dass das Budget für die Wochenendausgabe – anders als berichtet – nicht gekürzt wurde.

„Zeit“-Autorin hatte Mitte November die wirtschaftliche Situation des Berliner Verlags sehr düster beschrieben und über eine hohe Unzufriedenheit bei Teilen der Belegschaft sowie über Planlosigkeit geschrieben (MEEDIA berichtete). Der Verleger ging gegen Teile der Darstellung vor.

Damals hatte Tomasz Kurianowicz, Chefredakteur der „Berliner Zeitung am Wochenende“, den Bericht bei als „tendenziös“, „einseitig“ und „unfair“ bezeichnet. Ein Interviewangebot seinerseits an die „Zeit“ sei mit „Verweis auf den voranschreitenden Redaktionsschluss“ abgelehnt worden.

amx

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