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"Bin keine Impfgegnerin"

Lisa Fitz reagiert auf Corona-Vorwürfe

Der umstrittene Auftritt von Lisa Fitz in der Sendung Spätschicht vom SWR

Der umstrittene Auftritt von Lisa Fitz in der Sendung "Spätschicht" beim SWR – – Youtube/ SWR

Nach ihren scharf kritisierten Falschaussagen zu Impftoten hat sich die Kabarettistin Lisa Fitz erstmalig geäußert. In einem Facebook-Beitrag wies sie den Vorwurf zurück, sie hänge Verschwörungen zur Corona-Pandemie an. Nach der Kritik am Wochenende hatte der SWR die Satiresendung „Spätschicht“ aus der Mediathek entfernt.

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„Ich bin keine Impfgegnerin, und keine Corona-Leugnerin“, schrieb sie in einem Facebook-Beitrag. „Auch bin ich keine Verschwörungstheoretikerin.“ Sie bedauere, bei ihrem umstrittenen Auftritt von EU-weit 5000 Corona-Impftoten gesprochen zu haben. Allerdings griff sie in einem Facebook-Beitrag auch auf ihre alten Argumente zurück.

Nach eigenen Angaben hatte sich Fitz bei ihrer Aussage zu den Impftoten auf einen Entschließungsantrag berufen, der im Europäischen Parlament eingebracht wurde. Allerdings habe sie es versäumt, die Zahl nicht explizit als Verdachtsfälle von Impftoten benannt zu haben, schreibt Fitz. „Das bedauere ich, aber das war es dann auch.“

SWR hatte Sendung nach starker Kritik aus der Mediathek entfernt

Der betreffende Antrag war von der rechtsextremen EU-Parlamentarierin Virginie Joron aus Frankreich eingereicht worden. Joron wiederum stützt sich auf eine Website, auf der Privatleute vermeintliche Impffolgen melden, ohne dass eine wissenschaftliche Prüfung erfolgt, wie ein Faktencheck der Deutschen Presse-Agentur von Mitte November zeigt.

Der Südwestrundfunk hatte nach der Ausstrahlung und Kritik am Sender entschieden, die Satiresendung aus der ARD-Mediathek zu nehmen und auch von allen SWR-Plattformen und -Kanälen zu entfernen, weil es sich um eine falsche Tatsachenbehauptung von Fitz handle. Den Facebook-Post von Fitz kommentierte der Sender am Donnerstag nicht.

Lisa Fitz, falsche Fakten und was der Streit um den SWR-Auftritt offenbart

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) in Amsterdam verwies auf dpa-Anfrage darauf, dass die gemeldeten Todesfälle nur Verdachtsfälle seien. Es sei nicht festgestellt worden, dass es einen kausalen Zusammenhang mit der Impfung gebe. Inzwischen seien schätzungsweise 600 Millionen Impfdosen in der EU verabreicht worden. Angesichts dieser riesigen Zahl von Geimpften werde es immer wahrscheinlicher, dass Menschen, die sterben, auch geimpft waren.

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