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Die neuesten Nielsen-Zahlen

Deutscher Werbemarkt wuchs im November langsamer

Nach sieben Monaten in Folge, in denen sich die Brutto-Werbeumsätze der deutschen Medien laut Nielsen um mehr als 10 Prozent gegenüber 2020 steigerten, beträgt das November-Wachstum nun nur noch 6,8 Prozent. Insbesondere das Fernsehen wuchs deutlich langsamer, besser als zuletzt lief es hingegen für die Printmedien.

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Insgesamt setzten die von Nielsen ausgewerteten Werbeträger in Deutschland im November 4,40 Milliarden Euro mit Reklame um. Brutto versteht sich. Im Vergleich zum November 2020 entspricht das einem Plus von 6,8 Prozent. Überdurchschnittlich stark wuchs dabei das Fernsehen mit einem Plus von 9,6 Prozent auf 2,29 Milliarden Euro, die Zeitungen mit einem Zuwachs von 9,2 Prozent auf 527,2 Millionen Euro, die Out-of-Home-Reklame mit 8,6 Prozent mehr auf nun 278,8 Millionen Euro, sowie die Kinos, die im Vorjahreszeitraum weitgehend geschlossen waren und mit 6,8 Millionen Euro daher nun 710,9 Prozent mehr umsetzten als im November 2020.

Im Vergleich zu den Zuwachsraten der Vormonate lief es für das Fernsehen im November allerdings nicht mehr so grandios: Von April bis Oktober lag die Gattung in jedem Monat zwischen 17,3 und 34,0 Prozent über dem jeweiligen Vorjahresmonat – im November nun nur noch 9,6 Prozent. Höher als in den vergangenen Monaten sind die Zuwachsraten hingegen beim Kino und den Printmedien.

Auf das Gesamtjahr gerechnet beträgt das Brutto-Umsatz-Plus der deutschen Medien im Vergleich zu 2020 nun 7,5 Prozent. 31,71 Milliarden Euro setzten sie in den Monaten Januar bis November 2020 um, 34,08 Milliarden ein Jahr später. Die höchste Zuwachsrate erreicht hier weiterhin das Fernsehen, gefolgt von Out of Home und Online, unter dem Vorjahr verharren Radio, Werbesendungen und das Kino:

Nielsen-Werbetrend Januar bis November 2021:

  • Fernsehen: 16,20 Milliarden Euro (+14,5 Prozent)
  • Zeitungen: 4,73 Milliarden Euro (+2,0 Prozent)
  • Online: 4,19 Milliarden Euro (+7,1 Prozent)
  • Publikumszeitschriften: 2,62 Milliarden Euro (+0,2 Prozent)
  • Werbesendungen per Post: 2,32 Milliarden Euro (-8,5 Prozent)
  • Out of Home: 2,27 Milliarden Euro (+10,8 Prozent)
  • Radio: 1,72 Milliarden Euro (-2,4 Prozent)
  • Kino: 0,03 Milliarden Euro (-18,8 Prozent)

Wie immer muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Branchen und Segmente und den Werbedruck sind sie dennoch.

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