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Umfrage von Software-Dienstleister GetApp

Jeder Fünfte kauft über Alexa, Siri und Co. ein

Auf dem Vormarsch: Einkaufen per Sprachbefehl – Foto – Imago

Eine Umfrage ergab, dass 19 Prozent der Online-Shopper bereits Voice Commerce nutzt. Dabei werden am häufigsten elektronische Produkte gekauft. Die Teilnehmer machten jedoch auch Erfahrungen mit Betrug.

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Neben elektronischen Produkten (38 Prozent) seien vor allem Kleidungsstücke (30 Prozent) und Kosmetika (29 Prozent) eingekauft worden. Zu den größten Vorteilen zählten die Teilnehmer die Zeitersparnis durch die schnellere Kaufabwicklung (46 Prozent) und die Bequemlichkeit durch die Freihand-Technologie (41 Prozent). 

Der Großteil jedoch, nämlich 81 Prozent, kaufe nicht mit Sprachbefehl ein. Das liege vor allem daran, dass sie das entsprechende Gerät (etwa Alexa oder Google Home) nicht besäßen (48 Prozent). Zudem fühlten sich 25 Prozent unwohl, ein Gerät zu besitzen, das ständig zuhöre. Jeweils 21 Prozent wüssten nicht, dass sie Produkte per Sprachbefehl kaufen können oder hätten Angst, dass sie durch Sprachbefehle falsche Produkte erhalten.

Zu den größten Nachteilen von Voice Commerce zählten Verbraucher außerdem, dass sie das Produkt nicht sehen können (49 Prozent) und, dass das Aufgeben neuer Bestellungen mit einer sehr präzisen Aussprache erfolgen müsse (40 Prozent).

Eine weitere Erkenntnis: 42 Prozent der Online-Shopper kaufte über Social Media ein. Dabei sei jeder Zweite (48 Prozent) über einen Rabattcode gelockt worden. 32 Prozent gaben an, dass es sich um einen Impulskauf gehandelt habe und für 30 Prozent sei das begrenzte Angebot ausschlaggebend für ihren Einkauf gewesen.

Sicherheitsbedenken und Betrugsfälle schrecken ab

Für den Einkauf via Social Media habe gesprochen, dass man Produkte entdecke, die man sonst nicht gefunden hätte (55 Prozent), dass der Kaufprozess schneller vonstatten ginge (47 Prozent), und dass die Verwendung einer einzigen App den Komfort steigern würde (32 Prozent).

Das Tracking der Einkaufsgewohnheiten und Online-Aktivitäten durch die sozialen Medien habe für die Befragten eine der größten Sorgen dargestellt. Das sei für 50 Prozent der Teilnehmer, die noch kein Social Commerce nutzen, der entscheidende Grund dafür, nicht über Social Media einzukaufen. Für 46 Prozent hält die Angst vor Betrug, wie zum Beispiel der Erhalt gefälschter Produkte oder Nichterhalt der gekauften Ware, sie davon ab über Social Media einzukaufen. 

Tatsächlich gab jeder Zweite an, eine negative Erfahrung (51 Prozent) mit dem Einkauf über Social Media gemacht zu haben. Für 12 Prozent sei das sogar schon mehrfach der Fall gewesen. Dabei spiele vor allem Betrug eine entscheidende Rolle: So hätten 46 Prozent der Shopper das Produkt, das sie gekauft haben, nie erhalten. 38 Prozent gaben an, das Produkt habe nicht der Werbung entsprochen und erfülle somit nicht ihre Erwartungen. 21 Prozent haben eine Fälschung eines Markenprodukts erhalten.

Für die nicht repräsentative Studie des Software-Dienstleisters GetApp wurden 940 Teilnehmer aus Deutschland im November 2021 befragt. Die Befragten waren über 18 Jahre alt und haben in den letzten zwölf Monaten online eingekauft. Die Anzahl der Befragten variiert pro Frage, abhängig von den Antworten auf die vorherigen Fragen.

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