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"Unzulässige Verdachtsberichterstattung"

Gericht untersagt Teile des „Spiegel“-Berichts über Luke Mockridge

Luke Mockridge – Foto: Imago

Das Hamburger Landgericht hat Teile des „Spiegel“-Berichts „Die Akte Mockridge“ für unzulässig erklärt. Dieser verstoße gegen die Grundsätze der Unschuldsvermutung und verletze die Persönlichkeitsrechte des Comedian. Autorin Ann-Katrin Müller bezieht via Twitter Stellung zur Entscheidung.

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Der „Spiegel“ hatte in dem Artikel über Vorwürfe von Mockridges Ex-Freundin Ines Anioli berichtet, außerdem ging es um weitere Schilderungen von Frauen über übergriffiges Verhalten des Comedians. Das Landgericht Köln hatte die Berichterstattung zuvor als „zulässig“ eingestuft, Hamburg entschied jetzt anders. Die Richter räumten zwar ein hohes öffentliches Interesse an den Vorwürfen ein, sahen jedoch die Unschuldsvermutung und Persönlichkeitsrechte Mockridges verletzt.

„Spiegel“-Autorin Ann-Katrin Müller reagierte via Twitter auf das neue Urteil. Es liege eine einstweilige Verfügung gegen das Nachrichtenmagazin vor, die es ihm verbiete, „über Ines Aniolis Kernvorwurf gegen Luke Mockridge zu berichten“. Über die Vorwürfe weiterer Frauen dürfe aber weiter berichtet werden.

„Der ‚Spiegel‘ wird alle Rechtsmittel ausschöpfen, um die Freiheit seiner Berichterstattung zu verteidigen“, so Müller. Mockridge fordert laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ über seine Anwälte eine Entschädigungssumme im sechsstelligen Bereich.

th

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