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Urheberrechtsstreit

Gericht: Bild TV durfte ARD-Interview am Wahlabend senden

Rainald Becker (ARD, l.) und Peter Frey (ZDF) landeten ungefragt bei Bild TV – Foto: Screenshot

Im Urheberrechtsstreit zwischen der ARD und Bild TV hat das Landgericht Berlin ein Urteil gefällt: Die direkte Übernahme der Ergebnis-Prognosen der ARD durch Bild TV am Abend der Bundestagswahl war demnach unzulässig. Die Ausstrahlung des ARD-Interviews mit CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak dagegen war legitim.

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Bild TV hatte sowohl die Übertragung der ARD als auch die des ZDF unter anderem zur 18-Uhr-Prognose übernommen. Beide öffentlich-rechtlichen Sender gingen dagegen vor. Schon vor einem Monat hatte das Kölner Landgericht im Sinne des ZDF entschieden, dass die Übernahme der Prognosen nicht rechtens gewesen sei und eine einstweilige Verfügung gegen Bild TV erteilt. Gleiches entschied das Landgericht Berlin nun auch im Streit zwischen ARD und Bild TV, wie „DWDL.de“ berichtet.

Ein Interview, welches die ARD mit CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak führte, sei aber legitimerweise übernommen worden. „Die Übernahme des Interviews sei eine urheberrechtlich privilegierte und damit erlaubte Berichterstattung über ein aktuelles Tagesereignis“, zitiert das Medienmagazin aus dem Urteil.

Ein „Bild“-Sprecher zeigte sich zufrieden, kündigte aber an, in Bezug auf das Urteil zu den 18-Uhr-Prognosen weitere Rechtsmittel zu erwägen. Die ARD betonte, das Gericht habe der Sendergruppe „im für uns wichtigsten Punkt“ Recht gegeben.

th

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