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Axel Springer

„Welt“-Herausgeber Stefan Aust verlängert bis Ende 2023

Stefan Aust – Foto: Imago

Stefan Aust (75) bleibt für zwei weitere Jahre „Welt“-Herausgeber. Der Vertrag wurde bis Ende 2023 verlängert, wie der Medienkonzern Axel Springer in Berlin am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Der bisherige Vertrag wäre zum Jahresende ausgelaufen. Der frühere „Spiegel“-Chefredakteur Aust ist seit 2014 in der Herausgeberposition für die „Welt“ tätig.

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Aust teilte der DPA zur Frage, welche Impulse er in den nächsten Jahren setzen wolle, mit: „Ich finde, dass ‚Welt‘, ‚Welt am Sonntag‘ und vor allem ‚Welt‘ online auf einem guten Weg sind und das heißt: faktenorientiert, kritisch nach allen Seiten mit einem breiten Spektrum von Meinungen und Positionen, Recherchen in vielen Richtungen, statt Anpassung an das, was gerade als Konsens gilt.“ Aust sagte auch: „Das ist nicht anders, als ich es früher bei ‚Panorama‘, ‚Spiegel TV‘ oder beim ‚Spiegel‘ gemacht habe.“

Aust zählt zu den bekanntesten Journalisten Deutschlands. Er war viele Jahre für das ARD-Format „Panorama“ tätig, er baute „Spiegel TV“ auf und war über Jahre an der Spitze des Nachrichtenmagazins. Er stieg später beim Nachrichtensender N24 ein, der inzwischen Teil des Springer-Konzerns ist. Seit Jahren nun ist Aust „Welt“-Herausgeber.

Springer-Chef Mathias Döpfner sagte zu der Vertragsverlängerung: „Stefan Aust ist nicht nur einer der herausragendsten Journalisten der Bundesrepublik, sondern auch ein besonders feinsinniger Beobachter des politischen Geschehens. Er ist mutig, unempfindlich für Moden und Trends und folgt dem großen Versprechen seines Mentors Rudolf Augstein: Sagen, was ist.“

Die „Welt“ veröffentlichte seit einiger Zeit ein Format mit Aust, das als Fragen-Antwort-Modell aufgebaut ist. Der „Welt“-Herausgeber äußert sich darin zu Fragen zur aktuellen politische Lage. Aust zufolge ist das tägliche Format eigentlich nur für die Zeit des Wahlkampfes geplant gewesen. Man habe sich dann entschlossen, es noch bis zur Amtseinführung des neuen Bundeskanzlers weiterzuführen. „Damit ist (nach 100 Folgen) jetzt erstmal Schluss.“

Aust betonte auch, dass er eigentlich ja eher ein Journalist sei, der recherchiere und versuche, Hintergründe und Zusammenhänge aufzudecken, statt seine Meinung kundzutun. „Darauf werde ich mich vor allem wieder konzentrieren.“ Er habe ein paar größere Projekte in Planung.

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