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Presseleistungsschutzrecht

Corint Media fordert 190 Millionen Euro von Facebook für 2022

Foto: Corint Media

Nach Google hat Corint Media nun auch Facebook einen Lizenzvertrag zur Wahrung des Presseleistungsschutzrechts vorgelegt. Für die über 240 von Corint Media vertretenen Rechteinhaber fordert die Verwertungsgesellschaft einen Betrag von 190 Millionen Euro für das Jahr 2022.

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Lizensiert werde damit die vielfältige Nutzung von Presseinhalten auf Facebook und Instagram – etwa in den personalisierten News Feeds, Instant Messaging oder der Nachrichtensammlung „Facebook News“, heißt es in einer Mitteilung.

Das Deutsche Patent- und Markenamt hatte einen Lizenzsatz von bis zu 11 Prozent auf die relevanten Umsätze bereits als grundsätzlich angemessen bewertet. Für die Vertretung von rund 240 Presseunternehmen reduziere sich der Prozentsatz entsprechend.

Mit größten Nutzern des Leistungsschutzrechts im Gespräch

„Wir bestätigen, dass wir mit Corint Media im Gespräch sind und ihr Angebot erhalten haben, aber wir kommentieren unsere geschäftlichen Gespräche nicht öffentlich“, sagte eine Sprecherin des Facebook-Mutterkonzerns Meta der Deutschen Presse-Agentur.

„Es geht jetzt darum, mit den größten Nutzern für das europäisch legitimierte Recht zeitnah und vor allem sehr transparent einen konkreten Preis festzulegen, der der Bedeutung der gesamten Presse im Netz gerecht wird“, so die Geschäftsführung von Corint Media. Auch mit Microsoft und anderen Nutzern des Leistungsschutzrechts befinde sich die Gesellschaft im Austausch.

th

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