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Weihnachten 2021

Aldi UK interpretiert Charles Dickens’ Weihnachtsgeschichte neu

Der „Weihnachtsgeist" lässt Ebanana Scrooge Weihnachten für sich entdecken – Screenshot aus Aldi UK Weihnachtsfilm – © Aldi UK

Zu Weihnachten gehören Kevin die Karotte und seine Familie zu Aldi wie Lebkuchen, Stollen oder der Weihnachtsbaum. Seit Jahren ranken sich die großen Weihnachtsfilme des Discounters um die fröhliche Karotte, die immer neue Abenteuer zu bestehen hat. Dieses Jahr dreht sich die Geschichte aber nicht um Kevin sondern um Ebanana Scrooge, eine misslaunige Banane, die Weihnachten alles andere als schön findet.

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Wer sich an die berühmte Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens erinnert, wird unschwer Ähnlichkeiten feststellen, die durchaus gewollt sind. Bei Charles Dickens ist es der alte Ebenezer Scrooge, ein hartherziger Geizkragen, wie man ihn im ehrwürdigen London wohl kaum ein zweites Mal antrifft. Einer, der für bedürftige Menschen nur Geringschätzung übrig hat und Weihnachten für geld- und zeitverschwendenden Humbug hält. Genau so ist Ebanana Scrooge auch. Entsprechend kickt er mit seinem Schirm lieblos die Köpfe der von den Kindern so liebevoll gebauten Schneemänner runter, um kurz darauf missmutig in seinem natürlich aus Geiz kaum geheizten Haus zu verschwinden. Bis ihm im Traum der Weihnachtsgeist erscheint und ihn durch die liebevolle Weihnachtswelt von Aldi führt …

Aldi UK Weihnachtsfilm

Der britische Ableger des Discounters wäre aber – gerade zu Weihnachten – nicht Aldi UK, würde Ebanana Scrooge nicht doch irgendwie sympathisch sein. Und so wurde aus der zunächst etwas die Stimmung drückenden Story einmal mehr ein liebevoll inszenierter, animierter Weihnachtsfilm, in dem am Ende natürlich auch Kevin und seine Familie nicht fehlen dürfen.

Eigentlich wollte Aldi Kevin dieses Jahr mal eine Pause gönnen. Allerdings hatte das Unternehmen das bereits mehrfach versucht und große Proteste aus dem Heer der Fans, die Kevin inzwischen hat, einstecken müssen. Und so wurde der vorwitzige Vertreter des orangen Hackfrucht-Gemüses am Ende dann doch noch zum Teil der Geschichte. Warum aber ausgerechnet eine Banane zum Hauptakteur und damit zur Anspielung auf Charles Dickens’ Weihnachtsgeschichte wurde, bleibt nebulös. Der Umfang einer handelsüblichen Banane kann nicht der Grund gewesen sein, dann wären eine Rübe oder eine Orange besser geeignet gewesen. Den (wahrscheinlich nicht wirklich Ernst zu nehmenden) Grund dafür erklärt Dave Price, CCO bei McCann Manchester, wie folgt: „Wir wollten damit andeuten, dass Kevin dieses Jahr vielleicht nicht zurückkommt. Dann fanden wir heraus, dass Rentiere Bananen genauso gern mögen wie Karotten. Also dachten wir uns, warum nicht eine neue Tradition beginnen und die Kinder dazu bringen, dem Weihnachtsmann einen Minzkuchen und Rudolf eine Banane zu hinterlassen?“

Apropos hinterlassen: Wie jedes Jahr unterstützt Aldi UK in der Weihnachtszeit soziale Projekte. Dieses Jahr sollen rund 1,8 Millionen Mahlzeiten an bedürftige Familien verteilt werden. Das ist übrigens auch der Grund, warum sich Manchester United Star Marcus Rashford dazu bereit erklärt hat, als Synchronsprecher an der Weihnachtsgeschichte mitzuwirken. „Als Familie waren wir auf die örtliche Lebensmittelbank angewiesen, um unser Weihnachtsessen zu bekommen“, sagt der Stürmer in den Kampagnenmaterialien. „Ich erinnere mich daran, wie ich mit meiner Mutter vor dem Gebäude Schlange stand und sie sich schämte, weil sie erkannt werden könnte“, erklärt er. „Für viele Kinder, die in einer Situation wie der meinen aufwachsen, gibt es um diese Jahreszeit nur wenig zu erwarten“, sagt Rashford weiter. „Hinzu kommen die Auswirkungen der Pandemie, und das Mindeste, was sie verdient haben, ist ein Weihnachtsessen.“

Schade, dass diese schöne Tradition aus England von Aldi in Deutschland nicht adaptiert wird. Hierzulande gibt es zwar Kevin, allerdings als billig umgesetzten Abklatsch. Es wäre doch eigentlich nicht so schwer, den Original-Film neu zu synchronisieren und damit etwas Weihnachten in die kindlichen Festtagsstuben zu zaubern.

Credits:
Auftraggeber: Aldi UK, Atherstone, verantwortlich: Sean McGinty (Marketing Director), Adam Zavalis (Marketing Director) Jennifer Thomas (Marketing Manager), Jake Garner (Marketing Assistant); Agentur: McCann UK, London, Dave Price (Chief Creative Officer), Andy Fenton, Clive Davis (Creative Lead), Simon Buchanan (Managing Director), Laura Mckinlay (Managing Partner), Jane Colbeck, Emily-Jane Brown (Business Directors), Cara Harcombe (Senior Account Manager), Lucy Moore (Head of TV), Jamie Peate (Head of Effectiveness (UK)/MWG Global Head of Retail Strategy), Darren Hawkins (Group Strategy Director); Filmproduktion: Psyop, London, Todd Mueller, Kylie Matulick, Kyle Cassidy (Regie), Justin Booth-Clibborn (Chief Executive Producer), Noah Goldsmith (Executive Producer – Live Action), Joe Maggiore (Executive Producer); Riff Raff Films, London, Tracey Cooper (Executive Producer), Paz Parasmand (Producer), Charlotte Jones (Production Manager), Matt Fox (DOP); Postproduktion: Marshall Street Editors, London, John Mayes (Editor); Audio: Wave, London, Parv Thind (Sound Engineer); Musik: „Fairytale of New York“, Shane MacGowan, Jem Finer (Text), The Pogues, Kirsty MacColl, Shane MacGowan, Jem Finer (Komposition), Kirsty MacColl (Interpretin)

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