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Analyse der Nielsen-Werbetrends Oktober 2021

Top-Werbespender starten das Weihnachtsgeschäft

Die bevorstehende Weihnachtszeit macht sich am Markt über die laut Nielsen steigenden Werbeinvestitionen bemerkbar. Im direkten Jahresvergleich der Brutto-Werbeinvestitionen gibt es bei den Produkten eindeutige Trends.

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Mit dem einsetzenden Weihnachtsgeschäft wachsen auch die Brutto-Werbeinvestitionen der Top-Werbespender. Der Konsumgüterriese und traditionell größte Werbungtreibende Procter & Gamble erhöhte seine Brutto-Werbeausgaben laut Nielsen im Oktober um 19,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat auf 215,848 Millionen Euro. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahr wuchsen die Werbeinvestitionen in den Monaten Januar bis Oktober sogar um 43,3 Prozent.

Einen ähnlichen Aufwärtstrend verzeichnet auch Ferrero. Mit 90,531 Millionen Euro im Oktober 2021 steigert der Süßwarenhersteller seine Werbeinvestitionen um 18 Prozent gegenüber September 2021 und auf das bisherige Gesamtjahr gerechnet um ganze 55,8 Prozent gegenüber den Ausgaben 2020. Bei Amazon hingegen sanken die Brutto-Werbeinvestitionen im Oktober 2021 gegenüber September um 18,9 Prozent auf 60,260 Millionen Euro. Der Versandhändler verzeichnet im Vergleich zum Vorjahr 2020 dennoch ein Werbeplus von 69,3 Prozent.

Im Hinblick auf einzelne Produktgruppen stechen im Vergleich zu 2020 insbesondere die Werbeausgaben für Software mit 236,180 Millionen Euro und einem Anstieg von 105,8 Prozent im Vergleich zu 2020, Imagewerbung für Telekommunikationsfirmen in Höhe von 141,625 Millionen Euro und einem Jahreszuwachs von 104,9 Prozent sowie Werbeinvestitionen für Babypflege mit 195,285 Millionen Euro, einem Werbeplus von 95,8 Prozent gegenüber 2020, hervor.

Rückläufig waren die Werbeinvestitionen im bisherigen Jahr 2021 für Pkw mit 920,138 Millionen Euro, 17,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Mit 484,130 Millionen Euro sanken auch die Werbeausgabe für Lotterien im Oktober um 28,4 Prozent gegenüber 2020.

Die zehn größten Branchen in Sachen Brutto-Werbeinvestitionen der Monate Januar bis Oktober 2021 laut Nielsen:

Wie immer muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Branchen und Segmente und den Werbedruck sind sie dennoch.

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