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Umsatz und Abos gesteigert

RTL Group hebt nach starkem Wachstum die Streaming-Ziele an

Thomas Rabe, CEO der RTL Group – Foto: RTL Group (Montage: MEEDIA)

Die RTL Group berichtet in allen Geschäftsbereichen ein starkes Umsatzwachstum in den ersten neun Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem der Streamingbereich boomt. Prompt hebt die Gruppe ihre Abo- und Umsatzziele an.

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Der Gesamtumsatz der RTL Group im Zeitraum Januar bis September stieg um 10,3 Prozent auf rund 4,5 Milliarden Euro (Vergleichszeitraum 2020: 4,1 Milliarden Euro). Vor allem das TV-Werbegeschäft (+19 Prozent) sowie der Fremantle- (+22,8) und Streaming-Bereich (+30,6) wuchsen zuletzt deutlich an.

Thomas Rabe passt Streaming-Prognose an

Starke Zahlen weist der Streamingbereich auch bei dem Abonnentenzuwachs aus. Die Angebote RTL+ (vorher TV Now) und Videoland kommen auf nun 3,4 Millionen Abonnenten – ein Wachstum von 90,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Gruppe hebt deshalb ihre Streamingziele an: Bis Ende 2026 strebt die RTL Group zehn Millionen Abonnenten und einen Umsatz von einer Milliarde Euro aus dem Streaminggeschäft an.

Im Jahresgeschäftsbericht von 2020 ging die Prognose bis 2025. Dort wollte man bis zu diesem Jahr zwischen fünf und sieben Millionen zahlende Kunden haben. Der Streaming-Umsatz sollte bei 500 Millionen Euro liegen.

Wie RTL+ gegen Netflix, Amazon und Co. bestehen will

Angehoben hat Thomas Rabe, CEO der RTL Group, auch die jährlichen Programminvestitionen. Sollen sie bis 2025 bei rund 350 Millionen Euro liegen, möchte man die Programminvestitionen pro Jahr bis 2026 auf rund 600 Millionen Euro hochschrauben. Im Vergleich zu 2021 bedeutet das eine Verdreifachung.

RTL+ wird „crossmediale Entertainment-Plattform“

Eine deutliche Ansage gab es zur Ausrichtung von RTL+, das sich auch im Zuge der Zusammenlegung mit Gruner+Jahr weiter verändern wird. Thomas Rabe sagte: „In der ersten Jahreshälfte 2022 werden wir RTL+ zu einer crossmedialen Entertainment-Plattform ausbauen, die Video, Musik, Podcasts, Hörbücher und E-Magazine umfasst.“ Das Ziel: Man wolle Deutschlands ersten Cross-Media-Champion schaffen. Damit möchten Rabe und Co. den „Zuschauern das vielfältigste Spektrum an hochwertiger Unterhaltung und unabhängiger Information“ bieten, so Rabe.

Die Umsatzprognose für 2021 korrigiert die RTL Group nicht. Sie erwartet weiterhin, wie schon im August prognostiziert, einen Umsatzanstieg auf rund 6,5 Milliarden Euro (2020: 6,0 Milliarden Euro) und ein bereinigtes EBITDA von 1,05 Millarden Euro (2020: 853 Millionen Euro).

th

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