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Condé Nast

Kerstin Weng wird Chefredakteurin der deutschen „Vogue“

Kerstin Weng (l.) auf einem Event mit Schauspielerin Emilia Schüle im Januar 2020 – Foto: Imago

Die deutsche Ausgabe der „Vogue“ bekommt eine neue redaktionelle Führung: Kerstin Weng beginnt in den nächsten Monaten als Head of Editorial Content, wie Condé Nast am Freitag mitteilte. Sie verlässt Burda, wo sie seit 2016 als Chefredakteurin der „InStyle“ tätig war.

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Bei Condé Nast gibt es beim deutschen Ableger der „Vogue“ einen Wechsel an der Redaktionsspitze. Das Modemagazin wird künftig von Kerstin Weng geleitet. Als Head of Editorial Content – vergleichbar mit der Chefredakteursstelle – ist sie für die redaktionellen Inhalte, die Strategie und die Vision von „Vogue Germany“ verantwortlich, wie es in der Mitteilung heißt. Dazu soll sie in Zusammenarbeit mit der redaktionellen Leitung von „Vogue“, den Journalismus lokal und global weiterentwickeln.

Weng verlässt für die neue Stelle Hubert Burda Media, wo sie bei „InStyle“ seit 2016 als Chefredakteurin tätig war. Davor leitete sie die Redaktion von „Cosmopolitan“. Laut Mitteilung soll sie innerhalb der nächsten Monate starten.

Langjährige Chefredakteurin Arp hat Ende 2020 Condé Nast verlassen

Zusammen mit Eugénie Trochu, Francesca Ragazzi und Inés Lorenzo wird Weng ein Führungsteam für ‚Vogue‘ in Europa bilden. Dieses wird eng mit Edward Enninful, European Editorial Director bei „Vogue“, zusammenarbeiten, um neue Zielgruppen zu erschließen und die Reichweite der Marke über alle Plattformen zu steigern, so Anna Wintour, Global Editorial Director bei „Vogue“ und Chief Content Officer von Condé Nast.

Bei der „Vogue“ ist es der nächste Wechsel an der Spitze des Magazins: Erst Ende 2020 hatte die jahrelange Chefredakteurin Christiane Arp Condé Nast überraschend verlassen. Sie hatte das Magazin mehr als 20 Jahre begleitet. Danach hatte die erfahrene Stephanie Neureuter die Leitung bei der „Vogue“ übernommen, als Chief Creative Director und Chief Creative Beauty. Nach 19 Jahren bei Condé Nast wechselt sie nun die Branche.

Bis Ende des Jahres wird sie den Übergang in der „Vogue“-Redaktion begleiten, ehe sie den Verlag auf eigenen Wunsch verlassen wird, heißt es auf Nachfrage. Sie wechselt in das Unternehmen ihrer Familie, wo sie als Geschäftsführerin beginnen wird. Dabei handelt es sich um die Firma Premium Kliniken und Praxen, die in einem Netzwerk Privatkliniken und Praxen verschiedener Fakultäten zusammenbringt. Zudem soll Neureuter eigene Consulting-Projekte verfolgen.

Weng soll eng mit Wintour und Enninful arbeiten

Nun also übernimmt Kerstin Weng. Von München aus soll sie mit Wintour und Enninful, wie auch mit dem Senior Leadership von „Vogue“, zusammenarbeiten. Ziel ist es dabei, „lokale Geschichten, Talente und strategische Ideen in alle globalen redaktionellen Projekte einzubringen“.

Wie Condé Nast den Weg aus der Krise schaffen will

Dahinter steht ein vor Kurzem angeschobener, redaktioneller Strategiewechsel, nicht nur bei der „Vogue“, sondern auch bei anderen Marken. Eine Condé-Nast-Sprecherin sagte gegenüber MEEDIA im September zur neuen Ausrichtung: „Dabei wachsen unsere globalen Marken-Teams von ‚AD‘, ‚GQ‘, ‚Condé Nast Traveler‘, ‚Vogue‘ und ‚Wired‘ auf der ganzen Welt enger zusammen und neue Arbeitsweisen entwickeln sich. Unser Ziel ist es, lokales deutsches Storytelling für ein globales Publikum zu optimieren. Während sich die Art der Inhalte, die wir erstellen, weiterentwickelt, verändern sich auch unsere Teams in Richtung digitaler Zukunft.“ Als Sparmaßnahme wollte die Sprecherin die neue Arbeitsweise nicht verstanden wissen. „Es geht nicht darum, Kosten zu sparen“, sagte sie.

Enningful jedenfalls sieht in Weng eine „brillante Journalistin“, mit deren Unterstützung man große Ziele erreichen will. Zusammen möchte man eine „neue Ära“ für die „Vogue“ in Deutschland einleiten.

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