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"Green Motion"

Green Motion: Bewegtbildbranche gründet Öko-Koalition

Dreharbeiten sollen ökologischer werden – Foto: Imago / Steffen Schellhorn

Die deutsche Film-, Fernseh- und Videobranche will ihren Kohlendioxid-Fußabdruck reduzieren. Deshalb beteiligen sich hiesige Produzenten, Sender und Streamer an der Öko-Koalition „Green Motion“. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

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Wichtige Branchenprotagonisten verpflichten sich dazu, ihre Produktionen einer Art Öko-Check zu unterziehen. Fast alle Sender und Produzenten machen mit, schreibt die „Frankfurt Allgemeine Zeitung“ (FAZ). „Green Motion“ heißt die Initiative.

Es gibt einen umfassenden Verhaltenskatalog, der ab dem kommenden Jahr gelten soll. Wer die Kriterien erfüllt, darf sich – nach entsprechender Prüfung – mit dem Label „Green Motion“ schmücken.

Mit dabei sind beispielsweise Bavaria Film, Constantin Film, Studio Hamburg, die Ufa, We Ae Era und Ziegler Film auf Seite der Produzenten.

Auch die Sender und Plattformen machen mit: ProSiebenSat.1, RTL Deutschland, Sky, Netflix, die Degeto Film der ARD, Bayerischer Rundfunk, MDR, NDR, RBB, SWR, WDR und das ZDF. Etliche Filmförderer und Berufsverbände schließen sich ebenso an. Der Geschäftsführer der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg, Carl Bergengruen, hat das Bündnis angeschoben.

Er leitet den Arbeitskreis „Green Shooting“, der Öko-Leitlinien entwickelt hat. Bergengruen hofft, dass bald noch weitere Unternehmen „Green Motion“ beitreten. Es gibt 21 „Muss-Vorgaben“ und darüber hinaus etliche „Soll-Vorgaben“. Hier geht es beispielsweise um LED-Scheinwerfer, Plastikverzicht oder den Verzicht auf Kurzstreckenflüge. Die Firmen sollen sich von einem Nachhaltigkeitsexperten beraten lassen.

Die Produzenten schätzen vor Beginn einer Produktion den Kohlendioxid-Fußabdruck ein und legen ihr Konzept dem Auftraggeber zur Prüfung vor, die dann extern von der Beratungsfirma PricewaterhouseCoopers vorgenommen wird. Erst dann bekommen die Produzenten einen „grünen Stempel“ – wenn mindestens 18 der 21 „Muss-Vorgaben“ erfüllt worden sind.

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