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Kooperation mit Zeitungslobby

Facebook soll in Frankreich für Nachrichten zahlen

Foto: Facebook

Facebook wird bei seiner eigenen News-Plattform in Frankreich für Nachrichteninhalte bezahlen. Die Grundlage dafür legt jetzt eine Kooperation des US-Konzerns mit der Zeitungslobbygruppe L’Alliance de la presse de l’information. „Facebook News“ soll in Frankreich im Januar des kommenden Jahres an den Start gehen.

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Facebook und die Alliance hätten eine „Lizenzvereinbarung für Neighbouring Rights“ getroffen, heißt es in einer Mitteilung. Nutzer könnten demnach weiterhin Nachrichten mit ihrer Community teilen, „während gleichzeitig sichergestellt wird, dass die Urheberrechte unserer Veröffentlichungspartner geschützt sind.“ Die Rahmenbedingungen für etwaige Zahlungen gab der Konzern nicht bekannt.

„Seit der Einführung des französischen Urheberrechtsgesetzes im Oktober 2019 haben wir zwei Jahre lang eng mit Alliance zusammengearbeitet, um einen Rahmen zu schaffen, der die Anforderungen dieses neuen Verlegerrechts erfüllt“, heißt es. Die langwierigen Verhandlungen erklärte das Unternehmen damit, dass sie „mit Bedacht“ geführt worden seien.

Facebook betont in der Mitteilung erneut die enorme Reichweite, die das soziale Netzwerk auch etablierten Medienmarken bieten kann. Nach eigenen Angaben könne über die Plattform ein Publikum von 3,45 Milliarden Menschen kostenlos erreicht werden. Zur Alliance de la Presse gehören Blätter wie „Le Monde“, „Les Echos“ und „Le Figaro“.

th

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