Anzeige

"Auf der Suche nach der verlorenen Auflage"

Axel Springer: Dieser Werbefilm könnte für Diskussionen sorgen

Axel Springer (Herbert Knaup, l.) und Rudolf Augstein (Peter Jordan) gehen in einem Werbefilm für Axel Springer auf die "Suche nach der verlorenen Auflage". Screenshot: Youtube/Axel Springer SE

In einem halbstündigen Werbefilm will Axel Springer die eigene Unternehmensgeschichte „etwas anders“ erzählen. Darin erwachen Verlagsgründer Axel Springer und sein „Spiegel“-Konkurrent Rudolf Augstein zum Leben und müssen sich in der neuen Verlagswelt zurechtfinden. Eine Szene aus dem Film wirkt im Licht des aktuellen Falls Reichelt mindestens unglücklich.

Anzeige

„Auf der Suche nach der verlorenen Auflage“, so der Name des Springer-Werbefilms, ist schon einige Tage alt. Doch die Debatte um den entthronten „Bild“-Chefredakteur Julian Reichelt lässt ihn jetzt in einem anderen Licht erscheinen. Besonders eine Szene des Werbefilms könnte jetzt für Diskussionen sorgen.

Journalist und Nannenschüler Levin Kubeth bemerkt auf Twitter etwa:

Der zweite Ausschnitt zeigt Springer und Augstein im Gespräch mit der Diversity-Beauftragten des Verlags. Vom „leidigen Thema ‚Frauen in Führungspositionen'“ ist da die Rede. Beide Verleger winken desinteressiert ab. Als es dann aber darum geht, aus einem „proaktiven Umgang mit Vielfalt“ eine „Diversitätsdividende“ zu schaffen, sind die beiden aus der Zeit gefallenen Verleger wieder ganz Ohr. Es folgt der Satz, den Kubeth in seinem Tweet aufgreift: „Heutzutage ist das ‚Wie‘ des Miteinanders, also die Unternehmenskultur, für den Erfolg genau so wichtig wie die Auflage“.

Ein Satz, der wegen der schwachen und verspäteten Reaktion des Verlags auf die Machtmissbrauchsvorwürfe gegen Reichelt, mindestens unglücklich wirkt.

Auf der Suche nach der verlorenen Auflage/ Raiders of the lost circulation auf Youtube

Auf dem Unternehmenskanals von Axel Springer kann man das Video in voller Länge sehen:

Anzeige