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Fragebogen

Wann plane ich wieder langfristig?

Schütte Feierabend

Die Multi-Chefredakteurin Sinja Schütte (Landlust, Flow Germany, Hygge) pendelt zwischen Hamburg und Münster. Allerdings nicht mit dem Kayak. Das benutzt die gelernte Journalisten in der Freizeit. - Foto: Sinja Schütte

Was tun Branchenpersönlichkeiten eigentlich nach Feierabend? Wofür geben sie gerne Geld aus und sind sie für Netflix oder doch für Fitness? Wir haben bei der Journalistin Sinja Schütte nachgefragt.

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Wie lange brauchen Sie vom Büro nach Hause?

0, 30, 180 Minuten – kommt drauf an, ob ich im Homeoffice, Hamburg oder Münster arbeite.

Was tun Sie auf dem Heimweg?

Nichts, Radfahren und den Blick auf die Alster genießen, Zug fahren und Mails abarbeiten.

Was ist für Ihre Work-Life-Balance unersetzlich?

Meine Familie, Sport, Meditation und die Weite Skandinaviens.

Und für wen sind Sie unersetzlich?

Für meine Mädchen und für den Nachbars-Kater – ich bin die Einzige, die sein Maunzen um 5.30 Uhr hört und ihm dann auch noch Futter serviert.

Wann waren Sie das letzte Mal richtig spontan?

Seit März 2020 frage ich mich eher, wann plane ich mal wieder etwas längerfristig…

Und was bremst Sie leider immer wieder aus?

Schlüsselsuchen: Ich lasse mein Schlüsselbund leider völlig unkontrolliert irgendwo fallen. Der längste Suchzeitraum war drei Wochen – da habe ich ihn oben auf dem Küchenoberschrank abgelegt…

Wohin träumen Sie sich in die Ferne?

Ganz klar: nach Skandinavien. In die Wälder, die Schären, auf ein Segelboot in ein rotes Haus zu Freunden an den Tisch. Diese Weite ist mein absoluter Sehnsuchtsort.

Haben Sie einen guten Film- oder Serien-Tipp für uns?

Immer wieder schön: „Beaches“ – ein wunderbarer Film mit der besten Freundin über beste Freundinnen. Immer wieder brilliant: „Im Rausch der Tiefe“. Immer wieder mit Kindern: „Die Melodie des Meeres“, ein poetischer Animationsfilm über die Liebe.

Und Serien: „The Marvelous Mrs. Maisel“. Eine Serie über eine New Yorker Jüdin, die in den 50er-Jahren von der Musterehefrau zur emanzipierten Comedian wird. Ergreifend: „Unorthodox“, eine Kurzserie über die Flucht einer jungen Frau aus einer orthodoxen jüdischen Gemeinde. Nachdenklich: „Beforeigners“, eine norwegische Serie über Menschen, die aus der Vergangenheit auftauchen und in das moderne Norwegen immigrieren. Ein Blick auf das Thema Einwanderung – klug und ergreifend. Macht nachdenklich.

Ihr Lieblingsbuch heißt …

Ich habe kein Lieblingsbuch. Aber ich habe Bücher, die geblieben sind, weil ich sie genau im richtigen Moment meines Lebens gelesen habe. Zum Beispiel „Bewohnte Frau“ von Gioconda Belli, aus dem ich als Studentin den Satz mitgenommen habe: Du musst lernen, Dir selbst genug zu sein. Oder: „Du bist nicht so wie andre Mütter“ von Gabriele Schrobsdorff, ein Buch über die Unabhängigkeit einer unangepassten Frau, ein liebevoller und gleichzeitig wunderbar unpathetischer Blick der Autorin auf die eigene Mutter. Oder: „Das Orangenmädchen“ von Jostein Gaarder, ein Kinderbuch – eigentlich – über einen zu frühen Tod, einen langen Brief und die Erkenntnis, nichts aufzuschieben, was einem wichtig ist.

Ihr Lieblingsrestaurant heißt …

Vaxholms Hembygdsgårds Café – kein Restaurant, eher ein Café, obwohl auch köstliche Krabbenbrote und selbstgemachte Tartes serviert werden. Aber vor allem gibt es die unfassbarsten Torten, Kekse und jede Art von Gebäck, das man sich vorstellen kann. Zwei Schwedinnen backen hier jeden Sommer großartige Kreationen, man nimmt sich, am mit selbstgepflückten Blumen dekorierten Buffet, was man glaubt essen zu können… und setzt sich mit Blick auf einen kleinen Hafen und die Schären vor Stockholm in den Garten.

Fankurve oder Theatersaal?

Fankurve UND Theatersaal.

Von der Stange oder nach Maß?

Von der Stange. Immer weniger. Und wenn, dann nachhaltig. Zu viele Dinge kosten zu viel Lebenszeit.

Wofür geben Sie gerne Geld aus?

Für Zeit mit Lieblingsmenschen, für Bücher, Reisen, gute Lebensmittel und mein Zuhause.

Und was gehört zu Ihren Guilty Pleasures?

Getrocknete Mangospalten mit Bitterschokolade und Binge Watching

Der Sinn des Lebens ist …

… es mit denen zu teilen, die man liebt.

Und irgendwann werden Sie ganz sicher …

… ein Haus in Schweden haben.


Wo liegt eigentlich Ihr Autoschlüssel gerade? Schreiben Sie uns gerne an feierabendmacher@meedia.de

Frühere Feierabenmacher Schütte
Sara Sihelnik, Blundstone Osterberger, Peter Turi, Nils Langhans

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