Anzeige

Besserer Schutz von Journalisten

MDR startet Kooperation mit sächsischer Polizei

MDR-Intendantin Karola Wille – Foto: MDR (Montage: MEEDIA)

Der MDR und die sächsische Polizei wollen künftig enger zusammenarbeiten. Die Kooperation solle das wechselseitige Verständnis für die unterschiedlichen Aufgaben stärken. Teil des Programms sind unter anderem Medienschulungen für Auszubildende. Der Deutsche Journalistenverband (DJV) begrüßt die Zusammenarbeit.

Anzeige

Die Hochschule der Sächsischen Polizei und der MDR wollen ihre Zusammenarbeit vor allem aufgrund der verschärften Bedrohungslage für Journalisten bei Demonstrationen und Polizeieinsätzen stärken. Zuletzt war es immer häufiger zu körperlichen Angriffen auf Pressevertreter gekommen.

Vereinbart sei daher, dass Polizisten bereits in ihrer Ausbildung lernen, was Rundfunkfreiheit bedeute, etwa bei der Beschaffung von Filmmaterial, sagte MDR-Intendantin Karola Wille. Auch Fortbildungsseminare seien geplant. Konkrete Formate sollen aber erst noch erarbeitet werden.

Wille betonte, der MDR werde auch künftig kritisch über die Arbeit der Polizei berichten – trotz Kooperationsvereinbarung. „Da das ein Grundpfeiler unserer Arbeit ist, dass wir unabhängig über die Geschehnisse in unserem Land und natürlich auch über die Arbeit der Polizei berichten können müssen, ist das ein Bestandteil unserer Kooperationsvereinbarung, dass wir ganz klar sagen: Unsere Unabhängigkeit bleibt davon unberührt.“

Der DJV begrüßt die Kooperationsvereinbarung: „Wir haben auch als Verband schon Workshops, Kooperationen und Schulungen mit verschiedenen Fortbildungseinrichtungen der Polizei gemacht und dazu beigetragen, füreinander Verständnis zu entwickeln“, sagte Landesgeschäftsführer Lars Radau dem MDR. Wenn auch der MDR auf diesem Weg einen Baustein setze, werde dies von der Journalistengewerkschaft ausdrücklich befürwortet.

th

Anzeige