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Maria Resse & Dmitri Muratow

Friedensnobelpreis 2021 geht an Journalisten Maria Ressa und Dmitri Muratow

Dmitri Muratow (l.) und Maria Ressa wurden mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet – Foto: nobelprize.org

Das norwegische Nobelpreis-Komitee vergibt den Friedensnobelpreis in diesem Jahr an Maria Ressa und Dmitri Muratow. Die Jury hob in ihrer Begründung den Einsatz der beiden Journalisten zum Schutz der Meinungsfreiheit hervor.

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Das Komitee begründete seine Entscheidung mit dem „Einsatz zum Schutz der Meinungsfreiheit, die eine Voraussetzung für Demokratie und dauerhaften Frieden ist“, der die beiden Preisträger auszeichne.

Ressa hatte auf der von ihr gegründeten Plattform „rappler.com“ kritisch über den umstrittenen philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte berichtet, welcher im „Krieg gegen Drogen“ unter anderem zu Selbstjustiz durch Bürgerwehren und Polizei aufgerufen hatte. Sie wurde im Juni 2020 der Verleumdung schuldig gesprochen, das Strafmaß steht noch aus. Menschenrechtsorganisationen kritisierten das Urteil scharf. Die Nobelpreis-Jury hob Ressas Kampf gegen Propaganda jeglicher Art hervor.

Muratow kämpft als Chefredakteur der regierungskritischen „Novaya Gazeta“ gegen russische Staatspropaganda. Das Komitee lobte seinen jahrzehntelangen Kampf gegen Fake News unter immer schwieriger werdenden Umständen.

Der Friedensnobelpreis ist mit umgerechnet rund 980.000 Euro dotiert und wird am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels, verliehen.

th

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