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Sky Glass

Eigener Smart-TV: Sky wagt sich in neues Geschäftsfeld vor

Sky Glass geht an den Start – Foto: Sky

Sky Glass heißt der Smart-TV, den Sky auf den Markt bringt. Er vereint ohne Extra-Box oder Devices das Sky-Angebot mit den Apps anderer wichtiger Anbieter in einem Gerät. Zuerst ist Großbritannien dran, dann folgen Deutschland und Österreich.

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Sky Group CEO Dana Strong hat am Donnerstag in London den ersten eigenen Smart-TV für das internationale Medienunternehmen vorgestellt. Er heißt Sky Glass, braucht keine Extra-Devices mehr, funktioniert einfach über W-LAN, bietet einen 4K-Bildschirm, integrierten Dolby Atmos 3D Sound mit sechs Lautsprechern und Subwoofer und neben dem Sky-Angebot elementare Apps anderer Anbieter. In Großbritannien kommt Sky Glass schon ab 18. Oktober auf den Markt. Für Deutschland und Österreich ist ein Start in der zweiten Hälfte 2022 geplant.

„Heute suchen die Menschen mehr nach Content, als dass sie ihn genießen können. In unserem komplexen Leben brauchen wir simple Dinge“, so Strong über Sky Glass. „Es ist noch sehr viel mehr als ein Fernseher. Wir verstehen Content und wissen, wie die Menschen gerne ihre Inhalte konsumieren.“ Es sei der einzige Streaming TV mit Sky und allen anderen wichtigen Apps.

Die 43-Inch-Version kostet in Großbritannien 649 Pfund, die 55-Inch-Version 849 Pfund und die größte 65-Inch-Version kostet 1049 Pfund. Oder man zahlt monatlich, je nach Größe, 13 Pfund, 17 Pfund oder 21 Pfund. Deutsche Preise wurden noch nicht bekannt gegeben, auch wenn sie sich prinzipiell an denen von Großbritannien orientieren werden. „Innovation liegt in unserer DNA“, sagte Strong, die von Comcast CEO Brian Roberts auf der Bühne ein Extra-Lob für ihre Führung erhielt.

Sky-Verantwortliche sehen großen Markt für das neue Produkt

Europa-Chef Stephen van Rooyen nannte Sky Glass einen „echten Game Changer“. Er sei die perfekte Kombination aus Form und Funktion und verbrauche dabei 50 Prozent weniger Energie als ein normaler Fernseher. Beim „wunderschönen“ Design arbeitete Sky mit Map Project Office zusammen. Sky Glass gibt es in fünf Farben, die Fernbedienung leuchtet im Dunkeln und hat weniger Tasten als bisher für die Übersicht. Es gibt auch eine Sprachsteuerung.

Den Tag in den Münchner Eisbach Studios eingeleitet hatte der CEO von Sky Deutschland, Devesh Raj, der in schon ziemlich flüssigen Deutsch erzählte, dass es aktuell wunderbare Zeiten seien, um Konsument zu sein. Er gestand, dass er, als er noch direkt für Comcast in den USA arbeitete, den Sky-Serien-Blockbuster „Babylon Berlin“ auf Netflix schaute. Als er in Indien aufwuchs und nur einen großen Fernsehsender hatte, entdeckte er deutsche Klassiker-Serien wie „Der Alte“ und „Derrick“.

„Fernsehen zu schauen, war mal einfach und entspannend, was es heute immer noch ist, wenn man genau an den Content kommt, den man gerne schauen will. Dieses Problem wollen wir bei Sky lösen“, sagte Raj zur Einführung von Sky Glass. „Jedes Jahr werden sieben Millionen Fernseher in Deutschland verkauft. Wir wissen, dass es einen Markt für unser Produkt gibt.“

Chief Consumer Officer, Sky Deutschland, Kathryn Imrie, erklärte den Namen von Sky Glass. Der Gedanke dahinter sei, das Programm vom Glas der Kamera zum Glas ins Wohnzimmer zu bringen. Executive Vice President Content, Sky Deutschland & Managing Director NBCU Elke Walthelm ergänzte: „Es gibt eine zunehmende Nachfrage nach hochqualitativen Inhalten. Sky Glass wird die Auffindbarkeit nochmal auf ein neues Level bringen, weil es intuitiver zu bedienen ist.“

Hinweis: Der Artikel erschien zuerst bei „Blickpunkt: Film“, das wie MEEDIA zur BuschGlatz Group gehört.

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