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Mit Volker Bruch und anderen

#allesaufdentisch – neue Medien-Offensive mit Querdenker-Touch

YouTube-Video der Initiative "Alles auf den Tisch" – Screenshot: YouTube

Der Schauspieler Volker Bruch („Babylon Berlin“) hat gemeinsam mit anderen eine Art Medien-Offensive namens „Alles auf den Tisch“ initiiert. Zum Start wurden über eine Website und YouTube zahlreiche Interview-Videos mit teils bekannten Personen veröffentlicht. Die Initiative fordert die Einrichtung eines regelmäßigen „runden Tisches“.

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Die Initiatoren wollen, dass künftig mehr Meinungen und Ansichten gehört werden. Die Aktion erinnert auf den ersten Blick an „#allesdichtmachen“, als Prominente ironische Videos veröffentlichten, die sich kritisch mit den Corona-Maßnahmen der Regierung auseinandersetzten. Auch bei „#allesdichtmachen“ war Volker Bruch dabei, im Impressum ist er als Verantwortlicher aufgeführt. Der Darsteller sorgte zudem für Schlagzeilen, weil er an Drehorten teilweise die Mund-Nasen-Maske nicht tragen wollte und einen Aufnahmeantrag bei der Querdenker-Partei Die Basis gestellt hatte.

Bei „#allesdichtmachen“ hatten sich nach Veröffentlichung zahlreiche Teilnehmer von den Videos distanziert. Ihnen sei der Kontext der Veröffentlichung nicht klar gewesen. Bei „#allesaufdentisch“ werden nun keine ironischen Videos gezeigt, sondern ernste Interviews (hier bei YouTube). Bruch selbst befragt zum Beispiel den Kommunikationswisenschaftler Prof. Dr. Michael Meyen zum Thema Faktenchecker. Das Ergebnis des Interviews ist recht erwartbar. In der „Klartext“-Zusammenfassung des Videos heißt es: „Faktenchecker sind Propagandamaschinen, die sich als Journalismus verkleiden. Das gilt auch für den Faktenfuchs des Bayerischen Rundfunks oder den Faktenfinder der Tagesschau, die es nur gibt, weil der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht den Pluralismus liefert, für den wir ihn eigentlich bezahlen.“

Wotan Wilke Möhring, Joachim Steinhöfel und andere mit dabei

Weitere Prominente, die dabei sind, sind u.a. „Tatort“-Kommissar Wotan Wilke-Möhring, der Hirnforscher Gerald Hüther und der Anwalt Joachim Steinhöfel. In den Interviews geht es um Themen wie „Meinungsfreiheit“, „Angst“, „Spike-Protein“ oder den „Digitalen Impfpass“. Es gibt also eine durchaus große Bandbreite.

Die Inititative veröffentlichte auch, wer für Interviews angefragt war, aber abgelehnt oder nicht reagiert hat. Dazu gehören u.a. Prof. Christian Drosten, RKI-Chef Lothar Wieler oder die Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim.

Die Website von #allesaufdentisch ging schon kurz nach Veröffentlichung am Donnerstag-Vormittag offline. Vermutlich wegen einer Server-Überlastung.

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