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Dieses Album von John Mayer sollten Sie unbedingt anhören

In der Rubrik After Work gibt die MEEDIA-Redaktion Tipps für gute Lektüre, sehenswerte Filme oder hörenswerte Podcasts. Diese Woche: Eine Biografie über Johnny Cash, das neue Album von John Mayer und der Podcast von Jörg Thadeusz.

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Torben Heine empfiehlt: „Johnny Cash – The Life“ von Robert Hilburn

Vor 18 Jahren verstarb einer der größten Musiker der Geschichte: Johnny Cashs Musik verbindet nach wie vor Generationen. Die präzise aufgearbeitete Biografie von Robert Hilburn „Johnny Cash – The Life“ gibt nahbare Einblicke in das Leben eines Mannes, dessen Dasein geprägt war von musikalischen Meisterwerken, erschütternden Drogenabgründen und nicht zuletzt der berührenden Liebe zu June Carter Cash. Das wilde Leben der Country-Legende ist Inspiration und Mahnung zugleich: Hilburns Beschreibung des „Man in Black“ zeigt einmal mehr, wie oft künstlerisches Genie und persönliche Zerrissenheit Hand in Hand gehen. Wer diese Biografie liest, kann dem Cash-Fieber danach nicht mehr entfliehen.

Nils Jacobsen empfiehlt: „Sob Rock“ von John Mayer

John Mayer live in Kopenhagen – Foto: Imago Images

Ist John Mayer der moderne Bruce Springsteen? Es gab eine Zeit, in der es fast so aussah – nämlich in den Nullerjahren, als Mayer mit Hits wie „Gravity“ und „Daughter“ ein kometenhafter Aufstieg gelang. Der Softrocker wurde Stammgast auf Apple-Keynotes und (kurzzeitig) zum Liebling von Steve Jobs, der sich sogar in der Biografie von Walt Isaacson über Mayer äußerte (allerdings nicht besonders positiv). Tatsächlich war der siebenfache Grammy-Gewinner in seinen 30er-Jahren auf dem Weg nach unten – ein mediokres Album folgte auf das nächste. In seinen 40ern angekommen, spielt der Singer/Songwriter jenseits aller kommerziellen Zwänge inzwischen fast nur noch für sich selbst und seine treuen Fans. Gut so! „Sob Rock“, Mayers erstes Album seit vier Jahren, ist tatsächlich sein bestes seit mehr als einer Dekade: eine wunderbare Hommage an den Synth-Rock der 80er-Jahre. 

Ben Krischke empfiehlt: „Thadeusz“ von WDR2

Quelle: WDR2

In der Journalistenschule lernt der Nachwuchs heute unter anderem, dass es lohnenswert sein kann, wenn man selbst zur Marke wird. Dafür gibt es einige Vorbilder. Eines davon ist Jörg Thadeusz, der unter anderem für WDR2 die Talkshow „Thadeusz“ moderiert. Die gleichnamige Podcast-Auskoppelung hat mich durch die Sommerpause gebracht, weil fast alle meiner Lieblings-Podcasts wegen selbiger nicht lieferten. Und vor allem hat Jörg Thadeusz etwas geschafft, was mir ansonsten schwerfällt: Podcasts mit Gesprächspartnern anzuhören, die mich eigentlich nicht interessieren. Das liegt am Moderator, an seiner Diskussionsfreude, aber auch daran, dass Thadeusz einer ist, der auch mal überraschende Fragen stellt, humorvoll und investigativ zugleich. Keine Ahnung, was Sie als nächstes hören wollen? Hiermit geliefert.

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