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Influencerinnen arbeiten für die CDU

Nach Kritik: RTL zieht Instagram-Takeover durch „Insta.Politik“ zurück

RTL aktuell sagt Instagram takeover mit "insta.politik" ab.

Lara Urbaniak und Janine Klose, die Macherinnen des Politkerklärkanals "Insta.Politik" sollten ein Takeover für RTL aktuell übernehmen. Das Format wurde jetzt kurzfristig abgesagt. - Foto: Insta.Politik

„RTL aktuell“ hatte eine Übernahme durch den Instagram-Account „Insta.Politik“ angekündigt. Der Schritt wurde als „Fehler“ zurückgezogen. Was nicht erwähnt wurde: Die Macherinnen arbeiten hauptberuflich für die CDU.

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Im Zuge der Berichterstattung zur Bundestagswahl 2021 wollen Medien ihren Leser:innen und Nutzer:innen viele Informationen und auch Abwechslung bieten. Ein wichtiger Baustein dabei sind die sozialen Medien. Für die eigenen Fans hatte man bei „RTL aktuell“ eine Takeover auf Instagram geplant. Die Macherinnen von „Insta.Politik“ sollten am heutigen Tag den Account übernehmen, so wurde es auf dem eigenen Kanal angekündigt. Doch dazu kam es nicht. RTL hat das Format vorher abgesagt. So ist es in der eigenen Story auf Instagram zu lesen und auch auf Twitter äußert sich der Sender dazu.

„Es gibt grundsätzlich keine Übernahme unserer journalistischen Kanäle! Hier ist schlicht und einfach ein Fehler im Social Team passiert“, ist in der Erklärung von RTL zu lesen.

„Nichts mit Journalismus zu tun“, sagt der DJV

Was in der Stellungnahme nicht erwähnt wird: Neben dem ehrenamtlichen Kanal „Insta.Politik“, auf dem immer wieder aus und über den Bundestag berichtet wird, sind die Influencerinnen hauptberuflich für die CDU tätig. Janine Klose ist rechtswissenschaftliche Referentin beim Bundestagsabgeordneten Patrick Sensburg, Lara Urbaniak ist Referentin in der Pressestelle der CDU.     

Der Entscheidung vorangegangen waren Diskussionen in den sozialen Medien: 

Felix Dachsel, Chefredakteur von „Vice Deutschland“ machte auf den Umstand aufmerksam:

Benjamin Köster, Chef vom Dienst bei der SPD-Pressestelle, wurde direkter:

Lara Urbaniak antwortet auf diesen Post, dass „insta.politik“ ein Erklär-Kanal sei:

Christian Storch, ebenso wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundestag für die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen, weißt noch einmal auf die Verbindung zur CDU hin.

Auch Funk-Reporter Timm Giesbers äußert direkte Kritik mit Blick auf die Bundestagswahl:

Der DJV begrüßt die Entscheidung von RTL und kritisiert, dass die geplante Übernahme durch „insta.politik“ „nichts mit Journalismus zu tun“ hätte:

Zur Begründung von RTL, dass es „grundsätzlich“ keine Übernahmen gäbe, äußert sich Daniel Bröckerhoff. Auf Twitter postet der ZDF-Journalist einen Screenshot mit einer Anfrage für ein Takeover für den Kanal von RTL aktuell. 

Lara Urbaniak und Janine Klose haben sich auch auf ihrem Instagram-Kanal zu der Thematik geäußert. In der Story erklären Sie sich zu dem abgesagten Takeover. Dort kann auch das Material für die geplante Übernahme gesehen werden. ( Dieser Link geht direkt zu der Story auf Instagram)

Lara Urbaniak und Janine Klose beziehen Stellung zur Absage des Insta-Takeovers bei RTL

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