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Erster Dreikampf

TV-Triell: So sahen die Medien die RTL-Debatte

Foto: TVNOW / Jörg Carstensen

Bei RTL und NTV trafen sich die drei Kanzlerkandidaten zum ersten Mal vor der Bundestagswahl zum „Triell“. Wirklich punkten konnte nach Ansicht vieler Beobachter niemand, Patzer erlaubten sich die Spitzenpolitiker aber ebenso wenig.

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Das erste TV-Triell zwischen Olaf Scholz, Armin Laschet und Annalena Baerbock ist gelaufen. Große Fehler, da sind sich die meisten Beobachter einig, hat sich in dieser ersten öffentlichen Debatte niemand erlaubt. Einen klaren Sieger scheint es jedoch ebenfalls nicht zu geben.

Und so fasst die „Süddeutsche Zeitung“ den Eindruck vieler RTL-Zuschauer knapp zusammen: Zwar seien die grundlegenden Unterschiede zwischen den Parteien klar geworden. Die Kandidaten hätten jedoch auch „tunlichst wenig Angriffsfläche bieten und vor allem Fehler vermeiden“ wollen.

Martin Knobbe attestiert Armin Laschet im „Spiegel“, „aus dem Schlafwagen aus- und, sagen wir, in den Regionalexpress umgestiegen“ zu sein. Annalena Baerbock habe „klar und angriffslustig“ argumentiert, Olaf Scholz sah er als „das solide Grundrauschen in dieser Runde, eine Tonspur ohne Ausschlag“. Knobbe prognostiziert jedoch, dass kein Kandidat wirklich von dem ersten großen Aufeinandertreffen profitiert habe.

Ralf Schuler beobachtet für die „Bild“: „Klare Kante statt Trödel-Talk“. Die drei Kanzlerkandidaten hätten sich „nichts geschenkt“. Obwohl auch er die offensive Strategie Laschets hervorhebt, stellt er fest, dass Scholz‘ ruhigere Herangehensweise beim TV-Publikum besser angekommen sei, wie am Abend bereits eine Forsa-Umfrage bestätigte.

Auch zur Gestaltung des Triells, das Peter Kloeppel und Pinar Atalay moderierten, gab es unterschiedliche Ansichten.

Das nächste Triell findet am 12. September statt und wird von ARD und ZDF übertragen. Nur eine Woche später trifft sich die Dreierrunde erneut bei Prosieben, Sat.1 und Kabel eins.

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