Anzeige

Bundestagswahl

AfD-Spot setzt auf subtile Kritik statt direkte Angriffe

Screenshot: YouTube / AfD TV

Der AfD-Spot zur Bundestagswahl 2021 weist einen deutlichen Unterschied zu bisherigen Wahlkampfvideos der Rechtsaußen-Partei auf: Der Grundton ist deutlich weniger aggressiv. Im Mittelpunkt stehen zudem keine Parteifunktionäre, sondern ein „Normalbürger“.

Anzeige

Im Zentrum des Spots steht ein Protagonist namens Martin Schmidt, der den „Normalbürger“ Deutschlands verkörpern soll. Nach AfD-Auffassung bedeutet das: Ehemann, Vater, Industriemechaniker.

Der Spot zeigt anhand eines typischen Tags des Protagonisten, welche politischen Fragen die Partei in der nächsten Legislaturperiode angehen will. So stellt die Partei in den Fokus, „dass meine Stadt wieder bezahlbar wird“ oder „dass nicht immer nur einfache Bürger drankommen, sondern mal wieder echte Ganoven“, wobei Falschparker der Außenansicht eines Wettcasinos gegenübergestellt werden.

Subtile Spitzen gegen die deutsche Sicherheits-, Steuer- und Energiepolitik finden sich in dem Spot zuhauf. Parolen wir die, „dass die Regierung uns nicht nur abkassiert, wo es geht“ oder Politiker nicht mehr wüssten, für wen sie da seien, gehören zum Standard im Wahlkampfrepertoire der AfD.

Spitzenkandidaten tauchen im Spot nicht auf

Auf direkte Attacken gegen Regierungspolitiker oder Spitzenkandidaten der anderen Parteien verzichtet die Partei jedoch. Während bei der vergangenen Bundestagswahl im Jahr 2017 die Spitzenkandidaten noch direkt gegen Angela Merkel trommelten, tauchen Alice Weidel und Tino Chrupalla nicht einmal auf. Die Botschaft soll eben ein „Normalbürger“ vermitteln.

Themen wie die Klimakrise oder die Corona-Pandemie, die den Wahlkampf und die Bundespolitik der vergangenen Monate massiv beeinflusst haben, finden in dem Spot keine Erwähnung.

th

Anzeige