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Die Nielsen-Brutto-Werbebilanz der Monate Januar bis Juli

Weitere Erholung am Werbemarkt

Die von Nielsen erfassten deutschen Werbeträger setzten zwischen Januar und Juli 18,972 Milliarden Euro brutto um. Das entspricht einem Plus von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

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Alle Gattungen steigerten ihren Zuwachs damit im Juli weiter. Besonders positiv läuft 2021 bisher für die Fernsehsender, die stolze 12,2 Prozent über den Brutto-Werbeumsätzen der Monate Januar bis Juli 2020 liegen. Auch die Online-Medien, sowie die Out-of-Home-Werbeträger setzten deutlich mehr um als im Vorjahreszeitraum: Das Plus beträgt hier 7,1 und 6,4 Prozent.

Die anderen von Nielsen ausgewiesenen Gattungen bzw. Branchen liegen zwar noch unter den Zahlen aus 2020, allerdings allesamt nicht mehr so deutlich eie noch nach Ablauf des Junis.

Dem Vorjahresumsatz nähern sich damit vor allem die Publikumszeitschriften und die Zeitungen, die nur noch 2,0 und 2,3 Prozent unter den 2020er-Zahlen liegen. Für das Radio ist der Weg zum Vorjahresniveau mit einem Minus von derzeit 5,8 Prozent noch etwas länger, die Kinos werden aufgrund der monatelangen Schließungen im Jahr 2021 nicht mehr an die Brutto-Werbeumsätze des Vorjahres heran kommen, derzeit liegt das Minus immerhin nur noch bei 89,7 Prozent, nach dem Juni waren es noch 99,7 Prozent, die zum Ergebnis des Vorjahreszeitraumes fehlten.

Ihre Werbebudgets besonders deutlich erweitert haben unter den 20 Branchen, die ohnehin viel für Werbung ausgeben, vor allem die Süßwaren-Hersteller mit einem Plus von 36,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, Haarpflege-Produkte mit einem Zuwachs von 40,2 Prozent, alkoholfreie Getränke, für die brutto 42,4 Prozent mehr Werbegelder ausgegeben wurden, Mundpflege mit einem Plus von 54,2 Prozent.

Größter Werbespender Deutschlands bleibt derKonzern Procter & Gamble, der seine Brutto-Investitionen um 42,3 Prozent auf 890,123 Millionen schraubte, Ferrero erhöhte sein Budget laut Nielsen sogar um 90,2 Prozent auf nun 311,643 Millionen Euro.

Wie nachhaltig die Entwicklung ist, muss sich erst zeigen, der Herbst könnte Corona-bedingt negative Überraschungen bieten.

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