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Bericht im "WSJ"

Übernimmt Springer die US-Ausgabe von „Politico“?

Mathias Döpfner – Foto: Imago

Axel Springer will auf dem US-Medienmarkt stärker Fuß fassen. Der Berliner Medienkonzern verhandelt offenbar darüber, bei der US-Ausgabe von „Politico“ einzusteigen. Das berichtet das „Wall Street Journal“. Auch eine Komplett-Übernahme der Publikation sei im Gespräch.

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Vor sieben Jahren ging der Berliner Medienkonzern Axel Springer mit dem US-Politik-Magazin ein 50/50-Joint Venture ein, um in Europa eine  europäische Ausgabe von „Politico“ auf den Markt zu bringen. Der Betrieb hat seinen Sitz in Brüssel mit Niederlassungen auf dem ganzen Kontinent.

Jetzt könnte sich Springer-Chef Mathias Döpfner möglicherweise bei „Politico“ noch stärker engagieren. Angeblich will Döpfner bei der US-Ausgabe einsteigen und erwägt, das Magazin auch komplett zu übernehmen. Entsprechende Verhandlungen soll der Springer-Vorstand mit „Politico“ führen, berichtet das „Wall Street Journal“. Die Gespräche seien aber noch nicht abgeschlossen und könnten noch scheitern, heißt es.

Axel Springer, Herausgeber von „Bild“ und „Welt“, engagiert sich in den vergangenen Jahren immer stärker in den USA. So kaufte das Unternehmen laut „WSJ“ 2015 „Business Insider“ für etwa 500 Millionen US-Dollar und übernahm kürzlich Morning Brew, einen digitalen Verlag. „Politico“, 2007 gegründet, stellte die politische Berichterstattung in den USA auf neue Beine. Die Publikation startete zunächst mit Blogposts und morgendlichen Newslettern, später führte das Unternehmen ein hochpreisiges Abonnementmodell ein.

Ein Springer-Sprecher auf Anfrage von MEEDIA: „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Gerüchte und Spekulationen grundsätzlich nicht kommentieren.“

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