Anzeige

Der Altkanzler und die Currywurst

Rügenwalder hängt sich an Gerhard Schröders Currywurst-Post ran

Aus dem Twitter-Post von Rügenwalder – Foto: Screenshot

Altkanzler Gerhard Schröder ist bekannt für seine Aktivität auf LinkedIn – binnen recht kurzer Zeit hat er knapp 66.000 Follower gesammelt. Jetzt dürften noch etliche hinzukommen, er hat einen flammenden Post pro Currywurst in der VW-Kantine abgesetzt. Wursthersteller Rügenwalder surft auf dieser Welle mit.

Anzeige

Weil eine der VW-Werkskantinen die Currywurst aus ihrem Programm streicht und auf fleischlose Angebote umstellt, postete Schröder am Dienstag unter anderem: „Currywurst mit Pommes ist einer der Kraftriegel der Facharbeiterin und des Facharbeiters in der Produktion. Das soll so bleiben.“ Sein Eintrag auf LinkedIn hat allein dort viel Interaktion hervorgerufen, über 2.300 Kommentare nach einem Tag, auch von hochrangigen Managern.

Diese Welle nutzt nun der Wursthersteller Rügenwalder Mühle, der seit einigen Jahren neben seinen traditionellen Wurstprodukten auch Ersatzprodukte auf pflanzlicher Basis herstellt. Auf Twitter zum Beispiel macht der niedersächsische Hersteller unter dem Hashtag #rettetdieCurrywurst Schröder das Angebot, die vegane Mühlen Bratwurst zu probieren. Was wohl nicht so das Ding von Schröder ist! Sei’s drum, für Rügenwalder – betreut von der Hamburger Werbeagentur Häppy – sicherlich ein Schwung kostenlose Kommunikation.

Der Twitter-Post von Rügenwalder

Rügenwalder hat bei fortschreitendem fleischlosen Essen der Deutschen Erfolg mit seinen veganen Produkten. Für das Jahr 2020 meldete das Unternehmen ein Plus von 22 Prozent gegenüber Vorjahr und erwirtschaftete einen Gesamtnettoumsatz von 233,7 Millionen Euro (2019: 191,6 Millionen Euro). Erfolgsfaktor bleibe dabei die Ausrichtung des Unternehmens auf zwei Geschäftsfelder: klassische Fleisch- und Wurstwaren sowie pflanzliche Proteine. Beide Bereiche lagen in Bezug auf die Erlöse gleichauf, meldete Rügenwalder in seiner Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr.

Anzeige