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Gefahr für Wettbewerb?

EU-Komission prüft Kustomer-Übernahme durch Facebook

Foto: Kustomer

Die EU-Kommission prüft die geplante Übernahme des Software-Startups für Kundenbeziehungsmanagement, Kustomer, durch Facebook. Die Wettbewerbshüter befürchten eine zu große Marktmacht des US-Konzerns und einen eingeschränkten Wettbewerb auf dem CRM-Markt.

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Das Startup bietet Software für das Kundenbeziehungsmanagement (CRM) auf den Plattformen von Facebook an. So können mit Kustomer beispielsweise Chatbots in den Facebook-Messenger, beziehungsweise Instagram integriert werden. Die Übernahme könne laut der Kommission den Wettbewerb auf dem „Customer Relationship Management“-Markt massiv einschränken.

Außerdem befürchten die Prüfer, dass Facebook seine Marktmacht im Bereich der Online-Anzeigen durch das Sammeln weiterer personenbezogener Daten noch weiter ausbauen könnte. Die Kommission will die Prüfung bis zum 22. Dezember abschließen.

Bereits im vergangenen November hatte Facebook angekündigt, Kustomer aufkaufen zu wollen – einen offiziellen Preis nannte der Konzern damals nicht. Der Finanzdienst Pitchbook schätzte den Wert des Startups auf über 700 Millionen Euro. Das „Wall Street Journal“ berichtete von einem Übernahme-Preis von einer Milliarde US-Dollar.

th

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